Ich hab’s getan …

… und hab mir tatsächlich – als bekennender Büchernarr und eBook-Skeptiker – einen Kindle gekauft. Für 79 Euro, dachte ich mir, kann man dann doch mal zuschlagen.

Kindle-Reader

So ein Reader hat seine Vorteile, aber auch Nachteile, logisch. Ersetzen wird er mir die gedruckten Bücher und Magazine nicht, zumindest wird das noch eine gaaanze Weile so bleiben. Ich kann nicht so schön drin herumblättern, kann nicht auf die Schnelle beschriftete Zettelchen als Lesezeichen einfügen, hab kein Farbcover und krieg Bilder verkleinert angezeigt (für Magazine mit tollen Illustrationen wie EXODUS oder auch NOVA eignet sich ein kleiner Reader nur seeehr bedingt, die Zoom- und Scrollfunktion für Bilder bringt’s nicht wirklich). Im Regal macht sich das Ding nicht sonderlich gut (spart aber zugegebenermaßen Platz, der bei Sammlern ja nie ausreicht …). Ich muss die Schriftgröße immer wieder anpassen, weil die Kindle-eBooks unterschiedlich formatiert sind (was jedoch recht einfach und schnell zu handhaben ist). Dass ich die Schriftgröße überhaupt anpassen kann, ist wiederum von Vorteil – ich will ja nicht nur meckern. Allerdings leuchtet mir nicht ganz ein, warum Amazon bei den 8 Einstellstufen die Schriftgröße nicht gleichmäßig erhöht hat: Am Ende der Skala sind mir die Schritte zu groß, was z.B. für NOVA 19 bedeutet, dass ich die für mich lesefreundlichste Buchstabengröße nicht hinbekomme – entweder muss ich eine Nummer kleiner oder eine Nummer größer einstellen. Beim eBook-Herunterladen über WLAN klickt man sich auf der Kindle-Bildschirmtastatur im Amazon-Konto allein schon bei der Anmeldung einen Wolf (für solche Aktionen ist wohl der Kindle Touch, den ich allerdings nicht ausprobiert habe, zu empfehlen); dazu muss ich anmerken, dass ich alles andere als ein leidenschaftlicher SMSer bin – denen bereitet die Klickorgie vielleicht sogar einen Heidenspaß. Glücklicherweise kann man eBooks auch per USB-Kabel auf den Kindle laden, was wesentlich einfacher und schneller geht.

Warum so viel Negatives? Hängt wohl mit meiner bisherigen Abneigung eBooks gegenüber zusammen. Auch damit, dass sich mit dem neuen Gerät bisher noch kein Besitzerstolz einstellen will, der ja oftmals mit den ersten Nutzungsstunden eines neuen Technikspielzeugs einhergeht. Momentan ist das Ding für mich ein einigermaßen handliches Gerät (die Tastengröße und -anordnung ist nicht unbedingt das Gelbe vom Ei, aber auch keine absolute Katastrophe), das es mir ermöglicht, Sachen zu lesen, die es nur als eBook und eben nicht gedruckt gibt. In Zukunft werden sicher noch ein paar andere positive Aspekte in den Vordergrund treten: Eine gewisse Leseauswahl für unterwegs dabeizuhaben, ohne einen Stapel Bücher mitschleppen zu müssen, ist ganz bestimmt ein Vorteil. Und mal sehen, wie lange der Akku hält – lange Nutzungsdauer ohne lästiges Aufladen ist ja auch was Feines. Es wird sich zeigen, ob der Kindle ein kleiner Freund wird oder weiterhin schiefe Blicke ertragen muss – bei Gelegenheit werde ich mal berichten.

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