Herzgrab

Andreas Gruber ist im Krimi-/Psychothriller-Genre inzwischen eine feste Größe. Seine Peter-Hogart-Krimis (Festa Verlag) hab ich ebenso verschlungen wie seine bei Goldmann erschienenen Psychothriller. Bereits in Der Judas-Schrein hat er Horror- und Krimielemente so geschickt verwoben, dass ich das Buch dieses Jahr zum zweiten Mal gelesen habe.

HerzgrabIn Herzgrab trifft eine Wiener Privatdetektivin bei der Suche nach einem verschwundenen Maler in Italien ihren Exmann, der als Kriminalbeamter dort ebenfalls ermittelt. Bald zeigt sich, dass die beiden Fälle zusammenhängen, und so bleibt ihnen nichts anderes übrig, als zu kooperieren. Zumal die Angelegenheit Ausmaße annimmt, die beide zu überfordern scheinen.

Grubers Krimis leben von der Spannung, die nicht nur durch die verwinkelte Handlung erzeugt wird, sondern auch durch die Charaktere, die zum Teil sehr unterschiedlich sind und sich zusammenraufen müssen. Kleine Anleihen im Horrorgenre, die er gern in seine Romane einbaut, kommen mir genretechnisch entgegen. Er schafft es immer wieder, die Handlung so voranzutreiben, dass man (bzw. ich) das Buch kaumweglegen kann – Pageturner nennt man so etwas wohl. Wenn einem Autor das gelingt, hat er sehr viel richtig gemacht.

Andreas Grubers nächster Psychothriller Todesurteil erscheint bereits im Frühjahr und bietet ein Wiedersehen mit den Ermittlern aus Todesfrist – ich bin gespannt!

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