Game of Thrones 4. Staffel

Game of Thrones Staffel 4Game of Thrones ist in mehrerlei Hinsicht ein Phänomen. Über die Qualität, die weit über 08/15-Serien hinausgeht, hab ich mich im Blog schon mehrfach ausgelassen. Der Suchtfaktor ist extrem hoch, was den enormen Erfolg erklärt (für den Sender HBO ist es die erfolgreichste Serie aller Zeiten). Dieser Erfolg lässt den Fan hoffen, dass die Serie nicht irgendwann einfach sang- und klanglos abgesetzt wird wie manch andere. Beim Umgang mit den Hauptfiguren erscheint mir GoT ebenfalls einzigartig: Ich kenne keine Serie oder Reihe, in der Hauptfiguren ähnlich oft das Zeitliche segnen (und sollte vielleicht dazuschreiben, dass ich die Romane von George R. R. Martin nicht kenne, obwohl ich ihn als Autor sehr schätze – ich weiß also nicht, wie es weitergeht).

Im Grunde kann kein Hauptdarsteller sicher sein, dass er die nächste Zehner-Staffel überleben wird; vielleicht mit Ausnahme von Emilia Clarke als Daenerys Targaryen, ohne die der komplette Handlungsstrang fernab von Westeros keinen Sinn mehr ergibt (aber wer weiß …). Wie viele Hauptfiguren bereits fehlen, kann ich aus dem Gedächtnis gar nicht mehr sagen – es sind einfach zu viele. In der 4. Staffel geht das Sterben munter weiter, und es betrifft auch Figuren, bei denen ich es mir beim derzeitigen Stand der Serie nicht vorstellen konnte. Eins lässt sich dabei feststellen: Es kommen kaum neue, wichtige Hauptfiguren hinzu. Somit konzentriert sich das Kampf- und Intrigenspiel um den Eisernen Thron zunehmend auf weniger Charaktere, was die Hoffnung nährt, dass die Serie irgendwann mal auf einen finalen Showdown zuläuft und nicht alles ewig und endlos weitergeht. Auf der anderen Seite, mal ganz ehrlich: Will man als Fan der Serie eigentlich ein richtiges Ende? Das wäre dann so END-gültig …

Die neunte Folge ist – wie in der Vorgängerstaffel – wieder eine ganz besondere: Sie spielt nur an einem einzigen Schauplatz und bietet genau das, worauf sicher viele Fantasyfans spätestens seit der Herr-der-Ringe-Verfilmung warten, ohne es mit Schauwerten zu übertreiben. Und genau das macht den Reiz dieser Serie aus: Sie ist episch, sie ist groß, aber letztlich steht und fällt alles mit der Interaktion der Figuren. Manche „kleine“ Szene, mancher Dialog zwischen Schlüsselfiguren in einer abgeschlossenen Kammer, steht den Kolossalszenen mit hunderttausend heranstürmenden Kämpfern in nichts nach. Ähnlich wie beim Herrn der Ringe gelingt es den GoT-Machern, diesen Spagat zu bewältigen, und so lange sie das hinbekommen, kann und wird die Serie weiterlaufen. Die 5. Staffel wird ja schon in Kürze erstausgestrahlt. Es wird wieder ein Fest, da bin ich mir ziemlich sicher (nicht unbedingt für alle Darsteller, aber für den Zuschauer auf alle Fälle).

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