American Werewolf

Gestern war Vollmond. Was lag also näher, als wieder einmal American Werewolf anzuschauen? Genau: nichts.

American WerewolfAn American Werewolf in London aus dem Jahr 1981 dürfte der erste Film gewesen sein, den ich zweimal kurz hintereinander im Kino gesehen habe. Damals wollte das noch was heißen, weil das Taschengeld immer knapp war. Aber der Streifen hat mich auf Anhieb gepackt. Nicht nur die Tricktechnik, mit der Regisseur John Landis und Effekte-Genie Rick Baker wohl zum ersten Mal so ausführlich und realistisch anmutend eine Verwandlung in einen Werwolf gezeigt haben (Das Tier von Joe Dante kannte ich damals noch nicht, wobei die Verwandlungen dort nicht ganz so gelungen sind), sondern auch die Mischung aus Horror und schwarzem Humor fand ich klasse. Allein schon die Szenen, als David nackt im Zoo erwacht, dem Jungen die Luftballons abschwatzt und mit dem Bus nach Hause fahren muss, bereiten einen Heidenspaß.

Es dauert ungefähr eine Stunde, bis sich David nach der Wolfsattacke erstmals verwandelt, aber die ist sehr kurzweilig. Und wenn dann der Werwolf auf allen vieren läuft und sein Gebiss bleckt, wirkt das viel erschreckender als die auf zwei Beinen gehenden Wolfsmenschen. Lon Chaney jr. und Oliver Reed sahen dagegen eher aus wie traurige Teddybären mit Überbiss. Der spektakuläre Showdown am Piccadilly Circus erinnert mich auch heute noch an den Schluss aus King Kong – das Monster vom Lande findet in der großen Stadt, gejagt und in die Enge getrieben, im Angesicht seiner Liebsten sein Ende. Einfach schön (schaurig).

Der Soundtrack mit den ganzen Moon-Songs tut sein Übriges. Ich hab grad abwechselnd Blue Moon von Bobby Vinton und The Marcels im Ohr und werde diesen Ohrwurm jetzt vermutlich tagelang nicht mehr los. Aber was soll’s, immerhin hat der Song Heerscharen von Musikern beschäftigt und ebenfalls nicht mehr losgelassen. Er ist in zahlreichen Filmen zu hören. Es gibt auch Versionen von Sam Cooke, Elvis Presley, Frank Sinatra, Dean Martin, Ella Fitzgerald, Billie Holiday, Glenn Miller und ungefähr 100 anderen – 113 Versionen insgesamt, wenn Wikipedia recht hat. Wow.

3 Antworten zu “American Werewolf

  1. Den muss ich mir auch mal ansehen. Ich kenne nicht viele Werwolf-Filme, eigentlich nur die „Underworld“-Reihe und diese wundervolle Persiflage („Teenwolf“) mit Michael J. Fox…

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