LIEBSTER Award, abgespeckt

Liebster AwardVon jnbender wurde ich bzw. mein Blog für den LIEBSTER Award nominiert. Dabei handelt es sich um eine Art Ketteninterview, bei dem Blogger anderen Bloggern 11 Fragen stellen, die dann wiederum Blogger nominieren und ihnen neu erdachte Fragen schicken. Der Zweck ist wohl, mehr über andere Blogger zu erfahren und sich mit  Bloggern noch stärker zu vernetzen. Wer regelmäßig Blogs liest, kennt die Aktion sicherlich. So weit so schön.

Ich muss allerdings gestehen, dass ich Kettenaktionen mit Schneeballeffekt eher skeptisch gegenüberstehe, selbst wenn sie interessant und harmlos sind. Denn wohin führt es? Beim LIEBSTER Award soll jeder Nominierte 5 bis 11 weitere Blogger nominieren. Das bedeutet, in der zweiten Runde sind’s mindestens 25, in der dritten Runde mindestens 125 … und in der fünften bereits weit mehr als 3000, wenn alle brav die Regeln befolgen. Letztendlich führt es dazu, dass die Nominierungen immer weitere Kreise ziehen und immer wieder Nominierungen aus den verschiedensten Ecken bei einem Blogger landen. Ich weiß von einigen, die mehrfach mitgemacht und dann die Segel gestrichen haben, weil es ihnen zeitlich zu viel wurde. Denn der Kreis der Blogger, deren Blog man regelmäßig verfolgt und die man nominieren könnte, wächst ja nicht mit der Zahl der Nominierungen, die in späteren Runden erforderlich sind. Also fallen die Nominierungen immer wieder auf die Nominierer zurück und vervielfachen sich bei jedem, der regelmäßig mitmacht. Ich möchte weder Spielverderber noch Spaßbremse sein, aber Zeit ist bei mir leider ein knappes Gut.

Meine Nominiererin hat Verständnis dafür geäußert, dass ich nur ihre Fragen beantworte, aber die Kette nicht weiterführe, indem ich weitere Blogger nominiere. Vielen Dank dafür, und natürlich auch für die interessanten Fragen, Nina, die ich gern beantwortet habe. War gar nicht so leicht, vor allem deshalb, weil ich gelegentlich dazu neige, sehr weit auszuholen. Daher hab ich mich bemüht, meine Gedanken möglichst spontan niederzuschreiben.

1. Was ist für dich das Wichtigste am Bloggen?
Der Spaß an der Freud. Nix muss, alles kann. Trotzdem möchte ich es so angehen, dass ich damit selbst zufrieden bin, also ohne Schludrigkeiten.

2. Dein Lebensmotto?
Da ich mir nie eines überlegt habe und sich mir nie wirklich eines aufgedrängt hat, leihe ich mir eins aus, das ich sympathisch finde: Leben und leben lassen. Und natürlich carpe diem, aber das gilt wohl für die allermeisten.

3. Wenn du in die Vergangenheit reisen könntest: Was würdest du im Hinblick auf heute ändern?
Ach, es gäbe so viel, was nie hätte passieren sollen … Aber da ich auch Science Fiction schreibe und mich mit der Zeitreise und dem Zeitreiseparadoxon immer wieder beschäftigt habe, würde ich wahrscheinlich gar nichts ändern, weil ich befürchten müsste, mit der gut gemeinten Veränderung vielleicht etwas viel Schlimmeres auszulösen, das ich nicht bedacht habe oder bedenken konnte. Von wegen Schmetterlingseffekt und so.

4. Was ist Freiheit für dich?
Zeit zu finden, das tun zu können, was ich tun möchte. Und das Gegenteil von dem, was Menschen in Diktaturen erleben.

5. Auf welche erreichten Ziele möchtest du zurückblicken können, wenn du alt bist?
Da ich mir keine konkreten Lebensziele setze, gibt es keine, die ich hier nennen könnte. Ich möchte zufrieden zurückblicken können, das wäre schon sehr viel wert. Und was einen zufriedenstellt, ändert sich im Lauf des Lebens ja immer wieder mal und hängt von sich verändernden Umständen ab.

6. Wenn du 1 Woche sein könntest, wer immer du willst, wer wärst du und warum?
Meine Katze. :-) Warum? Weil ich gerne wissen möchte, was sie den lieben langen Tag oder die Nacht über so treibt und wo sie herumstreunt, wenn sie gerade nicht irgendwo pennt. Ich hab mir ja schon überlegt, ihr mal eine Kamera umzubinden, aber das will ich ihr nicht antun.

7. Entspannung oder Nervenkitzel?
Viel Entspannung, wenig Nervenkitzel. Mit zunehmendem Alter verlagert es sich immer weiter zur Entspannung hin.

8. Wenn es dir schlecht geht, woher nimmst du neue Kraft?
Ich glaube, das ist sehr unterschiedlich. Oftmals sind es die kleinen Dinge, die man gewöhnlich als selbstverständlich hinnimmt, die einem aber in gewissen Situationen als nicht selbstverständlich bewusst werden. Das kann genauso gut ein freundliches Wort wie eine Beobachtung sein.

9. Über welches politisches/wirtschaftl./gesellschaftl./soziales/persönliches/… Thema diskutierst du oft und gerne mit anderen?
Das wechselt immer wieder, und es gibt viel zu viele, als dass ich mich auf ein Thema festlegen könnte. Genauso wenig könnte ich die Frage nach meinem Lieblingsbuch oder Lieblingsfilm beantworten – jede Liste, die ich dazu mal begonnen habe, wurde lang und länger.

10. Was macht einen Tag für dich perfekt?
Den perfekten Tag gibt es für mich nicht. Da ich dummerweise dazu neige, perfektionistisch an viele Dinge heranzugehen, erreiche ich dieses Idealziel nicht, weil es eigentlich gar nicht erreichbar ist. Ein guter Tag ist einer mit Freude, ohne Ärger, den man gesund erleben kann.

11. Was geht dir gerade im Kopf herum?
Ob ich bei aller Spontaneität bei den ersten zehn Fragen vielleicht Mist verzapft habe, über den ich mich morgen ärgere. Aber nein, nicht ärgern, denn dann würde es morgen kein guter Tag werden. ;-)

10 Antworten zu “LIEBSTER Award, abgespeckt

  1. Danke, es hat mir sehr viel Spaß gemacht deine Antworten zu lesen 😊

    Gefällt 2 Personen

  2. Wir sind LIEBSTER, Widerstand ist zwecklos. :)

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  3. Danke für den kleinen Einblick :-)

    Gefällt 2 Personen

  4. Gratuliere zum Blogaward!
    LG vom Lu

    Gefällt 1 Person

  5. Ich lese deine Beiträge, dank dem Abo-Service, immer und freue mich heute einmal über dieses Interview. Ein interessanter Einblick. Schön finde ich bei dir: DU Hast wirklich Leser, mit eigenem Blog, die kommentieren. Bei mir sind es eher die Sucher, die bei mir landen, den Beitrag lesen, den sie gesucht haben und wieder gehen. Darum: Nie wieder aufhören! :-)
    Ich wünsch dir eine schöne Woche.

    Gefällt 1 Person

    • Danke, Nicole! :-)
      Die Resonanz beruht sicher oft auf Gegenseitigkeit. Und Bloggen oder Nichtbloggen hängt bei mir überwiegend mit anderen Faktoren zusammen: Familie, Gesundheit/Krankheit, Stress …
      Dir auch eine schöne Woche!

      Gefällt mir

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