Das Gesicht des Drachen

Jeffery Deavers vierter Roman mit dem ungewöhnlichen Kriminalerduo Lincoln Rhyme und Amelia Sachs aus dem Jahr 2003 kombiniert die Ermittlungskniffe des querschnittsgelähmten Spurenspezialisten Rhyme und die Tatkraft der jungen Polizistin Sachs mit einem hochbrisanten Thema, das zurzeit die Schlagzeilen beherrscht: Schleuserkriminalität. In Das Gesicht des Drachen geht es um Chinesen, die übers Meer illegal in die USA einwandern wollen.

Das Gesicht des DrachenEines der Schiffe, die für den Menschenschmuggel benutzt werden, sinkt unmittelbar vor der Küste. An Bord befindet sich der Geist, ein berüchtigter chinesischer Schleuser, der sein Geschäft ohne jeden Skrupel ausübt. Bevor er selbst auffliegt, bringt er lieber alle illegalen Einwanderer um, die ihn identifizieren können. Doch einigen gelingt es, sich beim Untergang des Schiffes ans Ufer zu retten. Fortan schweben sie in Lebensgefahr, denn der Geist ist hinter ihnen her. Rhyme und Sachs spüren dem Mann ohne Namen und Gesicht nach und müssen dabei selbst auf der Hut sein, denn jeder der vom gesunkenen Schiff Geflüchteten kann der Geist sein. Außerdem scheint er unter einem besonderen Schutz zu stehen, möglicherweise durch korrupte Behörden oder gar die Regierung seines Heimatlandes.

Wie teilweise auch schon in den vorangegangenen Romanen Der Knochenjäger, Letzter Tanz und Der Insektensammler nehmen potentielle Opfer weiterer Morde einen breiten Raum in der Geschichte ein. Dadurch stehen die Ermittlungen unter Zeitdruck, der Fall hat besondere Brisanz. Diesmal sind es die chinesischen Einwanderer, über deren Leben, Kultur und Mentalität der Leser viel erfährt, ohne dass Deaver es zu sehr in die Breite zieht. Seine Romane wirken stets gut recherchiert, außerdem sind sie spannend und warten bis zum Schluss immer wieder mit überraschenden Wendungen auf. Jeffery Deaver hat bei mir seinen Ruf als herausragender Thrillerautor längst zementiert.

Eine Antwort zu “Das Gesicht des Drachen

  1. Nun, ich habe den ersten Lincoln Rhyhme-Thriller auch verschlungen, nun müssen noch zwei oder drei (oder zehn) andere Bücher gelesen werden, dann kommt der zweite Band dran. Und dann der dritte…

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