Mad Max – Fury Road

Mad MaxMad Max hab ich erstmals gesehen, als er vor der Premiere von Mad Max II – Der Vollstrecker (dessen Originaltitel The Road Warrior besser passt) wiederaufgeführt wurde. Damals waren beide Filme noch mit FSK 18 eingestuft und meine Freunde und ich noch nicht volljährig. Ich kann mich erinnern, wie wir vorher überlegt haben, wen wir zum Kartenkaufen vorschicken sollen, dann sind wir doch alle gemeinsam zur Kinokasse und hatten beide Male keinerlei Probleme, reingelassen zu werden. Tja, und dann hat es uns fast aus den Sitzen gehauen – so etwas hatte keiner von uns zuvor gesehen. Ein Roadmovie der ganz anderen Art sozusagen.

Mad Max II - Der VollstreckerDer zweite Teil hat dann noch eins draufgesetzt, Endzeitactionspektakel total. Schließlich kam noch der Donnerkuppel-Murks, aber Schwamm drüber (ganz so schlecht ist er ja gar nicht, aber nach den ersten beiden Filmen halt doch enttäuschend). Jetzt hat George Miller endlich die Fortsetzung gedreht, die die ersten beiden Filme konsequent weiterentwickelt. Wobei es wohl keine echte Fortsetzung ist, dazu ist Max in Mad Max – Fury Road zu jung, aber das spielt eigentlich keine Rolle.

Mad Max - Fury RoadDie Story ist schnell erzählt: In dem postapokalyptischen Ödland, das man bereits aus Mad Max II kennt, wird Max Rockatansky (Tom Hardy) von den Schergen des Warlords Immortan Joe gefangengenommen und soll fortan als Blutreservoir für dessen Warboys dienen. Als Furiosa (Charlize Theron) fünf junge Frauen, die Immortan Joe als Gebärmaschinen hält, befreit und mit ihnen flieht, folgt ihnen der Warlord mit seiner Armada von Kampffahrzeugen, die durch den Wüstensand pflügen wie Schlachtschiffe und Zerstörer, um die Frauen wieder einzufangen. Max gelingt es unterwegs, sich zu befreien und den Tanklasterkoloss, den Furiosa steuert, zu übernehmen. Der Rest ist eine Hatz auf Leben und Tod, die auf ähnliche Szenen aus Mad Max II gewaltig eins draufsetzt und die man so noch nie gesehen hat.

Mad Max hat 1979/80 vielleicht keine neue Ära des Actionfilms eingeläutet, aber er hat noch radikaler umgesetzt, was Dirty Harry, Getaway, Assault oder The Warriors schon angedeutet haben: Dass man mit einer kompromisslosen Actionstory und atemberaubenden Stunts das Publikums an den Kinosessel fesseln kann wie bei einer Achterbahnfahrt. Filme wie Lethal Weapon, Stirb langsam und vor allem Speed haben dies konsequent fortgeführt und hier und da mit Ironie und kleinen Gags garniert. Mad Max – Fury Road steht mit all diesen Filmen in einer Reihe: das rasante, absolut irre Actionspektakel bietet beste Unterhaltung, wenn man auf diese Art von Unterhaltung steht. Darüber hinaus serviert es optische Leckerbissen, denn George Miller hat den Film fast wie ein Gemälde in Sandfarben (Tag) und Blautönen (Nacht) inszeniert.

2 Antworten zu “Mad Max – Fury Road

  1. Doch, »Jenseits der Donnerkuppel« war ziemlicher Müll. Aber jetzt habe ich so richtig Lust auf den neuen Film bekommen…

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