EXODUS 34

Rechtzeitig bevor im Herbst Ausgabe 35 des SF-Magazins EXODUS herauskommt, hab ich jetzt endlich auch die letzten Geschichten aus der Nr. 34 gelesen. Als Fazit kann ich wieder einmal guten Gewissens sagen: Wer gern gute SF-Storys liest und sich an tollen Illustrationen nicht sattsehen kann, ist mit EXODUS bestens bedient.

Exodus 34Einen Top-Favoriten unter den Geschichten könnte ich nicht benennen, es sind viele gute bis sehr gute enthalten (einzig die Dialogstory von Thomas Franke war nicht so ganz mein Fall). Beeindruckend fand ich Die Stadt der XY von Dirk Alt, eine beklemmende, anrührende Geschichte, in der erst nach und nach klar wird, was die Protagonisten verbrochen haben. Gleichermaßen spannend und unterhaltsam lesen sich Acapulco! Acapulco! von Andreas Eschbach, eine Geschichte über Technikgläubigkeit, die mit einem tollen, lebendigen Setting aufwartet, sowie Feenland von Frank W. Haubold, das im Universum seiner Götterdämmerung-Trilogie angesiedelt ist und Klonkörper verbunden mit Bewusstseinstransfer behandelt. Originell fand ich auch #WeAreMedusa von Tino Falke und Löwenmenschen von Wolf Welling, bei denen die griechische bzw. persische Mythenwelt in unsere Zeit verlegt wird – beide Geschichten schaffen den Spagat, gleichzeitig zu verwirren und spannend zu unterhalten. Amüsant-unterhaltsames zu Quantenverschiebung und Paralleluniversen gibt es in Victor Bodens Vielleicht ein andermal zu lesen.

Ein Highlight in EXODUS ist immer auch die Galerie, in der diesmal auf knapp 20 Seiten großformatige (bis zu DIN-A4) Grafiken des Aschaffenburgers Markus Vogt nebst einer Einführung von Lothar Powitz präsentiert werden. Ein absoluter Augenschmaus, zumal mich die Bilder nicht nur in der Farbgebung gelegentlich an die düsteren Werke von H. R. Giger erinnern. Aber auch die eigens für die Storys angefertigten Illustrationen können sich sehen lassen – und mehr als nur das. Klasse fand ich wieder einmal die comichaften Illus von Michael Vogt, aber auch die Zeichnungen von Victor Boden, Jan Hoffmann, Chris Schlicht und Hubert Schweizer haben es mir angetan, ebenso die Grafik von Thomas Franke,  dessen Collagen stets zu den Highlights im Heft zählen. Darüber hinaus gibt es einige Kurzcomics zu bewundern. Eine rundum gelungene Ausgabe, EXODUS 35 kann kommen!

3 Antworten zu “EXODUS 34

  1. Ich weiß nicht, warum mein schlechtes Gewissen noch mal infinitesimal anstieg. Muss am Pegelstand ungelesener Schriften liegen. Aua.

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