Futureworld

In Futureworld – Das Land von übermorgen (1976), der Fortsetzung von Westworld (1973), wird einiges von dem aufgeriffen, was man beim ersten Film gern noch gewusst hätte. Steckt womöglich viel mehr hinter dem außergewöhnlichen Freizeitpark, als es für die Gäste und die Außenwelt den Anschein hat?

futureworldEinige Jahre nach der Katastrophe in Delos, bei der viele Gäste und Angestellte durch die „Rebellion“ der Maschinenmenschen ums Leben kamen, wird der Freizeitpark wiedereröffnet. Durch neue Technik und Sicherheitsmaßnahmen soll eine Wiederholung des Amoklaufs der Androiden verhindert werden. Zeitungsreporter Browning (Peter Fonda) schließt sich einer Reihe von Journalisten an, die auf Einladung des Park-Leiters Duffy (Arthur Hill) die neuen Anlagen inspizieren. Sie sollen Delos möglichst positive Publicity verschaffen, denn die Buchungszahlen sind noch ausbaufähig. Doch Browning weiß von einem Informanten, dass wohl nicht alles im Park mit rechten Dingen zugeht. Bevor der Informant mehr ausplaudern kann, wird er ermordet. Also recherchiert Browning abseits seiner Kollegen und deckt eine Verschwörung auf, deren Ausmaß er nicht für möglich gehalten hätte.

Michael Crichton war an dieser Fortsetzung nicht mehr beteiligt, Regie führte Richard T. Heffron. In Futurewold werden neue Bereiche des Parks vorgestellt, so etwa eine Zukunftswelt, und es werden die Hintergründe des Parks näher beleuchtet, die weit über das Angebot eines exklusiven Urlaubsangebots für Gutbetuchte hinausgehen. Allerdings stand ein geringeres Budget zur Verfügung als bei Westworld, weswegen keine aufwändigen Kulissen gebaut werden konnten. Stattdessen wich man auf vorhandene Locations wie das NASA Space Center aus.

Interessant ist Futureworld auch aus filmhistorischer Sicht. Denn es war nicht Star Wars, in dem 1977 die ersten computergenerierten Trickeffekte gezeigt wurden (animiertes Drahtgittermodell des Todessterns), sondern tatsächlich die Westworld-Fortsetzung, in der ein Jahr zuvor bereits 3D-Rendergrafiken einer Hand und eines Kopfes verwendet wurden. Geschaffen unter anderem von dem damaligen Universitäts-Doktoranden Edwin Catmull, der später mit Lucasfilm zusammenarbeitete und 1986 mit Apple-Mitgründer Steve Jobs die Firma Pixar Animation gründete, der Filme wie Toy Story, Die Monster AG, Findet Nemo, Die Unglaublichen und WALL-E zu verdanken sind.

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