Archiv der Kategorie: Schreibkram

COTTON RELOADED Serienspecial

Mein dritter COTTON-RELOADED-Roman trägt den Titel Falsches Spiel in Quantico. Dabei handelt es sich nicht um eine reguläre Serienfolge, sondern um ein Special, das in Jeremiah Cottons Anfangszeit beim FBI zurückführt. Sowohl das eBook als auch das Hörbuch erscheinen im Frühjahr 2017.

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Die Jubiläumsfolge 50 aus dem November 2016 hat die Welt von Jeremiah Cotton und dem FBI-G-Team gehörig durcheinandergebracht. Mehr soll hierzu allerdings nicht verraten werden. Bevor die Serie im Herbst 2017 mit verändertem Konzept fortgeführt wird, geht es zunächst zweimonatlich mit Serienspecials weiter, die bisher nicht erzählte Hintergrundgeschichten und dergleichen beinhalten. Den Auftakt dazu macht im Dezember Kollege Timothy Stahl mit dem Silvester-Special Die letzte Nacht. Im Februar erscheint Blutiger Valentin von Alfred Bekker. Und im April folgt dann Falsches Spiel in Quantico.

Wer sich für COTTON RELOADED und den weiteren Verlauf der Serie interessiert, wird bei be, dem digitalen Label von Bastei Lübbe, mit Informationen versorgt. Aber Vorsicht: Wer Folge 50 erst noch lesen oder anhören möchte, sollte erst danach auf die Seite gehen, da dort Spoiler enthalten sind.

Warum ich lese – Das Buch

Im Frühjahr startete der Autor und Blogger Sandro Abbate eine Aktion, an der ich mich auch beteiligt habe: Die Frage „Warum lese ich?“ beantworteten zahlreiche Buchblogger, und das zum Teil auf sehr unterschiedliche Art und Weise, zudem immer sehr persönlich eingefärbt. In seinem Blog hat Sandro Abbate eine Linkliste zu allen Beiträgen erstellt und darüber hinaus einen Erlangener Verlag dafür gewonnen, eine Auswahl der interessantesten Texte in einem Buch abzudrucken.

Warum ich lese. 40 Liebeserklärungen an die Literatur erscheint im März 2017 beim homunculus verlag und kann bereits vorbestellt werden. Mein Beitrag ist im Buch enthalten, das ein ungewöhnliches Format haben wird.

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Wie kam es dazu, dass wir zu Lesern wurden? Wer führte uns zum ersten Mal ans Bücherregal und zeigte uns seine Schätze, welcher Roman bescherte uns durchwachte Nächte, welche Lektüre änderte unsere Sicht auf die Dinge so grundlegend, dass wir nach ihr nicht mehr dieselben waren? „Warum ich lese“ ist das Gemeinschaftswerk 40 deutschsprachiger Buchblogger, die in persönlichen Geschichten erzählen, warum die Literatur zu ihnen und zum Menschsein überhaupt gehört wie die Luft zum Atmen.

Initiiert wurde es vom Kulturwissenschaftler und Autor Sandro Abbate, der im Vorwort zeigt, wie sich der gedankliche Austausch über Bücher in der digitalen Zeit wandelt – und warum trotzdem die magischen Momente in der Buchhandlung oder vor dem elterlichen Bücherschrank ausschlaggebend für unsere Liebe zum Lesen sind.

ZWIELICHT II Neuauflage

Dass die alten ZWIELICHT-Ausgaben neu aufgelegt werden, hatte ich ja schon im Sommer angekündigt. Nun folgt also die Nummer 2, wieder mit einer Story von mir, die den Titel Mia trägt. Die Erstauflage ist im Jahr 2010 erschienen und längst vergriffen. Auf Amazon gibt es eine lange Leseprobe in der eBook-Vorschau. Eine Printausgabe ist ebenfalls erhältlich.

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Das neue Cover stammt von Detlef Klewer, einem Grafikkünstler, der mir bisher nicht bekannt war, der aber eine Geschichte aus dem Buch beeindruckend illustriert hat. Die Innenillustrationen hat Lothar Bauer angefertigt. Weitere Storys haben unter anderem Walter Diociaiuti, Antje Ippensen, Lothar Nietsch, Marcus Richter, Torsten Scheib, Jakob Schmidt und Herausgeber Michael Schmidt beigesteuert.

BIOM ALPHA Band 2: Endspurt

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Was lange währt … Endspurt für den 2. Band der SF-Serie BIOM ALPHA, der den Titel Der Aufbruch tragen wird. Eigentlich hätte er etwas früher auf den Markt kommen sollen, aber leider läuft nicht immer alles so, wie man es sich wünscht. Trotzdem versuchen wir, das Buch noch vor Weihnachten fertigzustellen – wir befinden uns sozusagen auf der Zielgeraden. Zwar wird ein strammer Endspurt nötig sein, aber wir sind zuversichtlich, dass es klappt. Mit Kaffee aus dem richtigen Pott (man beachte die Tasse unten rechts) sollte es gelingen. Daumendrücken kann aber nicht schaden!

Camera obscura

Inzwischen ist ZWIELICHT 9 erschienen und als Taschenbuch und eBook erhältlich. Die aktuelle Ausgabe des Magazins für Horror und dunkle Phantastik wird von Achim Hildebrand und Michael Schmidt herausgegeben. Eine ausführliche Leseprobe meiner Story Camera obscura gibt es bei Amazon in der Kindle-Vorschau (direkt nach der Geschichte von Kristi DeMeester, einfach bis zur Mitte der Leseprobe runterscrollen). Es geht um die Dreharbeiten zu einem Stummfilm in den Zwanzigerjahren des letzten Jahrhunderts. Ein obsessiv-genialer Regisseur möchte den ultimativen Horrorfilm drehen und greift zu außergewöhnlichen Methoden.

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Neben Artikeln zum Genre gibt es in dieser ZWIELICHT-Ausgabe noch Storys von Algernon Blackwood und Kristi DeMeester als Übersetzungen, dazu erstveröffentlichte Geschichten von Dominik Grittner, Erik Hauser, Julia Annina Jorges, Thomas Karg, Nicole Kudelka, Ellen Norten, Stefan E. Pfister, Karin Reddemann, Torsten Scheib und Felix Woitkowski.

„Gedankenspiele“ in ZWIELICHT CLASSIC 11

Inzwischen ist ZWIELICHT CLASSIC 11 als Taschenbuch und Kindle-Edition erschienen. Die CLASSIC-Reihe ist ein Ableger des Magazins ZWIELICHT, in dem wiederentdeckenswerte ältere Erzählungen und Genreartikel aus der dunklen Phantastik veröffentlicht werden.

zwielicht-classic-11Von mir ist die Story Gedankenspiele enthalten, die vor ziemlich genau zehn Jahren erstmals in WELT DER GESCHICHTEN abgedruckt wurde. Dabei handelt es sich um eine bitterböse Horrorsatire, in der ein Misanthrop nach einem Hundebiss plötzlich die Gedanken seiner Mitmenschen lesen kann. Weitere Storys stammen unter anderem von Hubert Katzmarz, Markus K. Korb, Marianne Labisch, Susanne Schnitzler, Michael Tillmann, Uwe Voehl und Vincent Voss.

Katzenspielzeug

Halloween steht vor der Tür. Somit neigen sich die Halloween-Wochen des Bücherverschlingen-Blogs dem Ende entgegen. Zeit für die passende Deko und natürlich auch für passende Geschichten. Von mir gibt’s dazu eine kurze Story mit dem Titel Katzenspielzeug (endlich mal eine Katzengeschichte!), die letztes Jahr in der Fur Fiction Gesamtausgabe veröffentlicht wurde. Viel Spaß damit!

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Wer noch mehr lesen mag, eine „waschechte“ Halloween-Story von mir gab es 2013 hier im Blog: Made im Fleisch – mit Kürbissen, „Süßem und Saurem“ und einer kräftigen Prise Grusel und Spannung, wie ich hoffe. Als ob ich es damals schon geahnt hätte, kommen auch Horrorclowns darin vor, auch wenn sie nicht explizit Clownsmasken tragen … Ich hoffe, was in der Geschichte geschieht, bleibt fiktiv und findet keine Nachahmer, sonst holt euch der Wurm! Wünsche ein gesittetes Halloween allerseits!

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Katzenspielzeug

»Goethe!«

Wo ist dieser verflixte Kater nur wieder? Ich hab ihm schon zigmal gesagt, er soll keine Mäuse auf den Fußabstreifer legen. Er soll überhaupt keine Mäuse mehr ins Haus bringen. Ist ja nett von ihm, dass er uns mit Futter versorgen will, aber inzwischen müsste er kapiert haben, dass Karin und ich die Biester nicht anrühren.

Na ja, wenigstens lebt die Maus nicht mehr. Ich muss zur Arbeit und hab keine Lust, den Jäger zu spielen und Schränke von der Wand wegzurücken.

Das arme Geschöpf sieht leicht angeknabbert aus, irgendwie eklig … Zum Glück hab ich noch nicht gefrühstückt.

Livestory2013

Als wir den Kater bei Freunden abholten, trug das kleine Fellknäuel noch keinen Namen. Wie Karin ausgerechnet auf Mephistopheles gekommen ist, weiß ich nicht. Außer dem schwarzen Fell und seltsamen Glupschaugen, die im Blitzlicht rot anstatt hellgrün schimmerten, hatte er so gar nichts Teuflisches an sich. Damals jedenfalls.

Mephistopheles war mir zu lang. Und Faust, wie Karins zweiter Vorschlag lautete, wollte ich ihn nicht nennen. Faust, der Mäuseschreck. Wie klingt denn das? Wir grübelten eine Weile, schließlich verhalfen uns seine versonnen wirkende Lieblingspose und sein fast poetischer Schnurrgesang zu einer Eingebung. Seitdem heißt er Goethe.

Hochintelligent war er schon immer, viel schlauer als unser rotgetigerter Bohlen, zudem verschlagener als die kratzbürstige Perserin Alexis. Wie sehr er andere manipulieren kann, merkten wir erst im Lauf der Zeit.

Bohlen und Alexis ließen im Napf stets die Futtersorten übrig, die Goethe zur Leibspeise auserkoren hatte. Und sie wärmten ihm den Schlafplatz vor, damit er es sich gleich bequem machen konnte, wenn er von der Mäusejagd zurückkehrte.

Karin und mich brachte er dazu, ihm das Fenster zu öffnen, durch das er gerade aus dem Garten hereinschlüpfen wollte, wenn er zu faul war, den Umweg über die Katzenklappe zu nehmen. Es fiel uns erst auf, als wir im Flur zusammenstießen, weil wir uns so beeilten. Nicht, dass wir es eilig gehabt hätten, o nein – Goethe hockte allerdings schon ungeduldig hinter der Scheibe und verspürte sichtlich wenig Lust, noch länger im Regen zu warten. Wir fragten uns, wie er es nur anstellte, dass wir genau im richtigen Augenblick an ihn dachten und zielsicher das jeweilige Zimmer ansteuerten.

Als er eines Tages einen Irish Setter regelrecht hypnotisierte, worauf der arme Hund sich winselnd hinter seinem Herrchen versteckte und den Schwanz einzog, wurde uns mulmig zumute.

Dabei schaut Goethe die meiste Zeit über drein wie die Unschuld vom Lande. Sein Gähnen wirkt beruhigend, und wenn er einem zuzwinkert, zwinkert man automatisch zurück.

Dass Katzen ihre zweibeinige Dienerschaft erziehen, war für uns ja nichts Neues. Aber die Art und Weise, wie Goethe schon beim ersten Besuch den Tierarzt dazu brachte, auf eine Spritze zu verzichten und ihm möglichst alle Mittelchen in Leckereien verpackt zu verabreichen, nötigte uns neben Respekt auch leichtes Unbehagen ab.

Das ganze Katzenspielzeug überlässt Goethe freiwillig Bohlen und Alexis. Er scheint sich köstlich zu amüsieren, wenn die beiden Hohlköpfe irgendwelchen Gimmicks hinterherjagen oder auf Stoffmäusen herumkauen.

Tja, ich kann mich des Eindrucks nicht erwehren, Goethe betrachtet uns als sein Spielzeug. Uns alle.

Livestory2013

Äh, wo war ich gerade? Ach ja richtig: Ich muss zur Arbeit und habe noch nicht gefrühstückt. Vor acht frühstücke ich nie, in der ersten Stunde nach dem Aufstehen krieg ich einfach nichts runter. Da hab ich null Appetit. Heute allerdings …

Wieso riecht es hier so verdammt gut? Karin ist schon seit anderthalb Stunden weg, und sie isst so früh in der Regel auch nichts. Was also in Dreiteufelsnamen …

Ich sinke auf die Knie und beschnuppere die Maus. Auf einmal wirkt der Kadaver gar nicht mehr so eklig. Ein anregender Duft steigt mir kribbelnd in die Nase. In meinem Schädel breitet sich ein wohliges Gefühl aus. Es scheint, als wäre er in glücksdurchtränkte Watte gebettet.

Plötzlich knurrt mein Magen lautstark, und mir läuft das Wasser im Mund zusammen. Was hat dieser Kater nur wieder …

»GOETHE!«

© 2015 Christian Weis

Zweimal ZWIELICHT

Demnächst erscheinen zwei Ausgaben von ZWIELICHT, dem Magazin für Horror und dunkle Phantastik – jeweils mit einer Story von mir: Eine Neuausgabe und eine vom Ableger ZWIELICHT CLASSIC, in dem lesenswerte (und oftmals nicht mehr erhältliche) Kurzgeschichten gesammelt und wiederveröffentlicht werden.

Zwielicht 9Für ZWIELICHT 9 habe ich Camera obscura beigesteuert. Die Story spielt in den Zwanzigerjahren des vergangenen Jahrhunderts, also zur Stummfilmzeit. Das Cabinet des Dr. Caligari, Dr. Mabuse, der Spieler und Nosferatu – Eine Symphonie des Grauens sind erfolgreich in den Kinos gelaufen. Der geniale Regisseur Harro Lützendorff möchte dem noch eins draufsetzen und greift zu außergewöhnlichen Methoden, um seine Visionen auf die Leinwand zu bringen. Schauspieler und Filmcrew bringt er damit an ihre Grenzen und weit darüber hinaus. ZWIELICHT 9 enthält unter anderem noch Geschichten von Erik Hauser, Ellen Norten, Torsten Scheib, Felix Woitkowski und Übersetzungen von Storys der anglo-amerikanischen Autoren Algernon Blackwood und Kristi DeMeester. Dazu gibt es einige Artikel rund ums Genre.

zwielicht-classic-11In ZWIELICHT CLASSIC 11 wird eine Story von mir abgedruckt, die vor ziemlich genau zehn Jahren erstmals in WELT DER GESCHICHTEN veröffentlicht wurde: Gedankenspiele ist eine bitterböse Horrorsatire, in der ein Misanthrop nach einem Hundebiss plötzlich die Gedanken seiner Mitmenschen lesen kann. Was ihm seine Frau und seine Schwiegermutter dabei offenbaren, lässt seine Welt vollends aus den Fugen geraten. Weitere Storys stammen unter anderem von Hubert Katzmarz, Markus K. Korb, Marianne Labisch, Ellen Norten, Susanne Schnitzler, Michael Tillmann, Vincent Voss und Uwe Voehl (der übrigens mein Lektor bei COTTON RELOADED ist).

BIOM ALPHA in der Rundschau

Während die Arbeiten am zweiten Sammelband (Episoden 4 bis 6) der SF-Serie BIOM ALPHA so langsam auf die Zielgerade einmünden, hier mal ein Feedback aus dem digitalen Blätterwald. Normalerweise vermelde ich nicht jede Rezension, aber die Rundschau beim Standard hat sich ja in den letzten Jahren als Institution in Sachen Science Fiction & Fantasy etabliert, und dort erschien gerade eine sehr erfreuliche Besprechung zum ersten Sammelband:

BIOM ALPHA in der Rundschau

Biom Alpha Sammelband 1

ZWIELICHT 9

Voraussichtlich Ende des Jahres erscheint die neunte Ausgabe des Horror-Magazins ZWIELICHT, das von Achim Hildebrand und Michael Schmidt herausgegeben wird. Ich bin wieder mit einer Story vertreten, die – so viel sei schon mal verraten – in den Zwanzigerjahren des vorigen Jahrhunderts spielt. Das Cover stammt erneut von Björn Ian Craig, der es seit Ausgabe 3 geschafft hat, jede Nummer in den Titelschriftzug zu integrieren – eine hübsche Idee, ganz abgesehen davon, dass seine Covergrafiken echte Hingucker sind.

Zwielicht 9