Archiv der Kategorie: Wiederentdeckt

King Kong

Wenn ich mir überlege, welche Figur mich zum Phantastik-Fan gemacht hat, dann war das weder Dracula noch Frankenstein, es war nicht der Wolfsmensch oder Kapitän Nemo, nicht Luke Skywalker oder Han Solo, auch nicht Captain Apollo oder Lieutenant Starbuck; vielmehr war es ein riesiger Gorilla, der sich in eine blonde Frau verguckt hat: King Kong.

king-kong-1976Meine erste Begegnung mit Kong hatte ich im Kino auf einer beeindruckend großen Leinwand. Daran kann ich mich noch erinnern, als ob es erst wenige Jahre zurückläge. Und dabei sind es schon mehr als vier Jahrzehnte … Im Alter von neuneinhalb Jahren war ich mit meinem Vater in einer Wiederaufführung von 20.000 Meilen unter dem Meer mit Kirk Douglas und James Mason – an sich schon ein Ereignis für mich, doch der Teaser-Trailer im Vorprogramm toppte es sogar noch: Er kommt, hieß es da, und: Kong. Dazu die Szenen aus der 1976er-Verfilmung, in der Dwan von den Eingeborenen unter Fackellicht und peitschenden, adrenalinanregenden Trommelrhythmen durch das Tor in der gigantischen Holzmauer getragen und auf einem Podest an zwei Pfähle gebunden wird, wo sie auf den wartet, der da tonnenschwer durch den nächtlichen Dschungel stapft. Zuerst sieht man nur die sich bewegenden Baumwipfel, dann seine Augen, und schließlich bricht King Kong die Bäume wie Streichhölzer und betritt die Lichtung. Und dann der die ganze, gut fünfzehn Meter breite CinemaScope-Leinwand füllende Schriftzug: KING KONG. Ich war hin und weg. Aber so was von.

Dass die 1976er Verfilmung bei den Kritikern nicht ganz so gut wegkam, ist aus objektiven Gesichtspunkten nachzuvollziehen. Für mich allerdings war dieser Film der erste „große“, den ich mit gerade mal zehn Jahren, es war kurz vor Weihnachten, sehen durfte. Und seitdem nimmt er eine besondere Stellung bei mir ein. Es war für mich auch der erste Film, bei dem ich die gesamte Marketingkampagne vorher voll mitgemacht habe: Überall riesengroße Filmplakate, mehrseitige Berichte in BUNTE & Co. (die ich ausgeschnitten und in einem Ordner gesammelt habe), Vorbericht in Kino Kino (damals noch von Helmut Lange moderiert), King-Kong-Comic und vieles mehr. Der Film schließlich war für mich so aufregend, dass ich abends nach dem Kinobesuch nicht einschlafen konnte. Und von da an hat mich King Kong schlichtweg fasziniert. Das lag sicherlich auch an der Musik von John Barry, der später mit dem Soundtrack zu Der mit dem Wolf tanzt wohl sein Meisterstück abgeliefert und etliche James-Bond-Filme musikalisch begleitet hat. Die beeindruckendsten Szenen (Kongs erster Auftritt und Dwans Tränen, als Kong tot vor dem World Trade Center liegt) verdanken ihre Wirkung gerade der Musikuntermalung.

king-kong-und-die-weisse-frauIch hab natürlich auch King Kong und die weiße Frau gesehen, als er im TV ausgestrahlt wurde (ausnahmsweise durfte ich ihn zu nachtschlafender Zeit unter mütterlicher Beaufsichtigung anschauen). War natürlich mit den ganzen Dinosauriern, die da auftauchen, ebenfalls sehr aufregend, auch wenn’s auf dem kleinen Fernsehschirm in Schwarz-Weiß und mit dezentem Ton nicht ganz so imposant gewirkt hat wie auf der Kinoleinwand mit Bombastsound. 2005 kam dann die Verfilmung von Peter Jackson, die tricktechnisch dank CGI die anderen natürlich in den Schatten stellt, aber mit drei Stunden auch etwas lang geraten ist. In den letzten Tagen hab ich alle drei Filme wieder mal angesehen. Müsste ich meinen Favoriten benennen, könnte ich das nicht. Jeder der Filme hat für mich seinen ganz besonderen Reiz, wobei für den 1976er Kong eine Riesenportion Nostalgie mitschwingt.

king-kong-romanVor einigen Jahren hab ich mir den Roman zum Dreißigerjahre-Film gekauft, den Delos W. Lovelace nach dem Drehbuch von Edgar Wallace und Merian C. Cooper verfasst hat. Da gibt es ein schön gestaltetes Hardcover vom Verlag Walde + Graf bei Metrolit von 2012, das von Chrigel Farner mit vielen Illustrationen geschmückt wurde. Der Roman kam 1932 heraus, also noch vor dem Kinostart des Films im Jahr 1933. Inhaltlich gibt es geringfügige Abweichungen, da die erste Drehbuchfassung von Edgar Wallace wohl mehrfach überarbeitet wurde. Liest sich mit einer Nostalgiebrille aber auch heute noch sehr gut.

Tja, und demnächst kommt King Kong wieder ins Kino: Im März startet Kong – Skull Island. Man darf gespannt sein, der Trailer ist optisch schon mal recht ansprechend, auch wenn die Story mit der klassischen wohl nicht viel zu tun hat.

GEGEN UNENDLICH – Phantastische Geschichten

Das Magazin GEGEN UNENDLICH – PHANTASTISCHE GESCHICHTEN, herausgegeben von Michael J. Awe, Andreas Fieberg und Joachim Pack, hat es inzwischen auf 11 Ausgaben gebracht (eigentlich sogar auf 12, wenn man die Gratis-Sondernummer zum Einstieg mitrechnet). Bislang gab es GEGEN UNENDLICH ausschließlich als eBook, aber das wird sich nun ändern. Zum einen werden die alten Ausgaben nach und nach auch als Taschenbücher aufgelegt. gegen-unendlich-anthologieUnd zum anderen gibt es einen Sammelband mit einer Auswahl der bisher veröffentlichten Storys, der gerade bei p.machinery in der Reihe AndroSF, einer Kooperation zwischen dem Verlag und dem SFCD (Science Fiction Club Deutschland e.V.), als Taschenbuch erschienen ist.

Enthalten ist auch meine Story Das Blockhaus aus GEGEN UNENDLICH 3. Es handelt sich um eine Geschichte, die ich selbst am ehesten der Weird Fiction zuordnen würde: Ein Mann verirrt sich im Schneegestöber in einem abgelegenen Waldstück und erlebt sein blaues Wunder, als er versucht, aus dem seltsamen Wald herauszukommen.

Die weiteren Storys stammen von Michael J. Awe, Ambrose Bierce, Ute Dietrich, Uwe Durst, Andreas Fieberg, Norbert Golluch, Uwe Hermann, Barbara Hundgeburt, Jörg Isenberg, Silke Jahn-Awe, Hubert Katzmarz, Julius Long, Peter Nathschläger, Monika Niehaus, Joachim Pack, Marc-Ivo Schubert, Malte S. Sembten, Michael Siefener und Fernando Sorrentino.

Planetenwanderer

George R. R. Martin ist vor allem wegen seiner Fantasyromane bekannt. Das Lied von Eis und Feuer bzw. Game of Thrones kennt fast jeder, der sich für Phantastik interessiert, zumindest dem Namen nach. Er schreibt aber nicht nur Fantasy, sondern auch Horror (z.B. Armageddon Rock, Fiebertraum, In der Haut des Wolfes) und Science Fiction. Seine Superhelden-Co-Produktion Wild Cards mit anderen Autoren wird gerade auf Deutsch neu aufgelegt – ebenso wie kürzlich seine Haviland-Tuf-Storys, die 1986 zum Episodenroman Tuf Voyaging (zu Deutsch Planetenwanderer) zusammengefasst wurden.

planetenwandererDieser Haviland Tuf ist zwar von der Gestalt her ein Riese, besticht vor allem durch seine Cleverness, mit der er Konflikte zu seinen Gunsten beeinflusst. Rohe Gewalt oder gar Waffen hat er nicht nötig. Als interplanetarer Händler bereist er mit seinen diversen Raumschiffen das Weltall. Dabei begleiten ihn seine Katzen, die er unter anderem Sodom und Gomorrha genannt hat; eine Mannschaft braucht er in der Regel nicht. Immer wieder bringt er sich in brenzlige Situationen, aus denen er sich schlau herausmanövriert, manchmal erst in letzter Sekunde. Seine Gegner können mitunter gar nicht anders, als ihn zu bewundern und lieber von ihm zu profitieren, als sich permanent mit ihm anzulegen.

Die einzelnen Episoden haben eine Länge zwischen 50 und 130 Seiten, lassen sich also als Novellen oder Kurzromane klassifizieren. Teilweise beziehen sie sich aufeinander. Sie wurden zwischen 1975 und 1985 erstveröffentlicht, bevor sie für den Episodenroman chronologisch zusammengefasst wurden. Zwei oder drei davon kannte ich bereits, hab mich aber erst beim Lesen daran erinnert. Die Übersetzungen einiger Novellen erschienen vor über zehn Jahren im SF-Magazin ALIEN CONTACT, das leider im Jahr 2005 eingestellt wurde. Manche der dialoglastigen Geschichten wirken etwas in die Länge gezogen, was dem Lesevergnügen jedoch kaum Abbruch tut. Es macht Spaß mitzuerleben, wie Haviland Tuf seine Gegner über den Tisch zieht, auch wenn sie gelegentlich allzu leicht auf seine Kniffe hereinfallen und Tufs geklonte Katze Dax mitunter cleverer wirkt.

Auch wenn der „toughe“ Tuf ein Riese ist, irgendwie erinnert er mich an Tyrion Lannister – bzw. Tyrion erinnert mich an ihn. Vielleicht stand Haviland Tuf ja Pate für die interessanteste Figur aus Game of Thrones.

ZWIELICHT II Neuauflage

Dass die alten ZWIELICHT-Ausgaben neu aufgelegt werden, hatte ich ja schon im Sommer angekündigt. Nun folgt also die Nummer 2, wieder mit einer Story von mir, die den Titel Mia trägt. Die Erstauflage ist im Jahr 2010 erschienen und längst vergriffen. Auf Amazon gibt es eine lange Leseprobe in der eBook-Vorschau. Eine Printausgabe ist ebenfalls erhältlich.

zwielicht-2-neuauflage

Das neue Cover stammt von Detlef Klewer, einem Grafikkünstler, der mir bisher nicht bekannt war, der aber eine Geschichte aus dem Buch beeindruckend illustriert hat. Die Innenillustrationen hat Lothar Bauer angefertigt. Weitere Storys haben unter anderem Walter Diociaiuti, Antje Ippensen, Lothar Nietsch, Marcus Richter, Torsten Scheib, Jakob Schmidt und Herausgeber Michael Schmidt beigesteuert.

„Gedankenspiele“ in ZWIELICHT CLASSIC 11

Inzwischen ist ZWIELICHT CLASSIC 11 als Taschenbuch und Kindle-Edition erschienen. Die CLASSIC-Reihe ist ein Ableger des Magazins ZWIELICHT, in dem wiederentdeckenswerte ältere Erzählungen und Genreartikel aus der dunklen Phantastik veröffentlicht werden.

zwielicht-classic-11Von mir ist die Story Gedankenspiele enthalten, die vor ziemlich genau zehn Jahren erstmals in WELT DER GESCHICHTEN abgedruckt wurde. Dabei handelt es sich um eine bitterböse Horrorsatire, in der ein Misanthrop nach einem Hundebiss plötzlich die Gedanken seiner Mitmenschen lesen kann. Weitere Storys stammen unter anderem von Hubert Katzmarz, Markus K. Korb, Marianne Labisch, Susanne Schnitzler, Michael Tillmann, Uwe Voehl und Vincent Voss.

Katzenspielzeug

Halloween steht vor der Tür. Somit neigen sich die Halloween-Wochen des Bücherverschlingen-Blogs dem Ende entgegen. Zeit für die passende Deko und natürlich auch für passende Geschichten. Von mir gibt’s dazu eine kurze Story mit dem Titel Katzenspielzeug (endlich mal eine Katzengeschichte!), die letztes Jahr in der Fur Fiction Gesamtausgabe veröffentlicht wurde. Viel Spaß damit!

halloweenwochen-buecherverschlingen

Wer noch mehr lesen mag, eine „waschechte“ Halloween-Story von mir gab es 2013 hier im Blog: Made im Fleisch – mit Kürbissen, „Süßem und Saurem“ und einer kräftigen Prise Grusel und Spannung, wie ich hoffe. Als ob ich es damals schon geahnt hätte, kommen auch Horrorclowns darin vor, auch wenn sie nicht explizit Clownsmasken tragen … Ich hoffe, was in der Geschichte geschieht, bleibt fiktiv und findet keine Nachahmer, sonst holt euch der Wurm! Wünsche ein gesittetes Halloween allerseits!

Halloween2012

Katzenspielzeug

»Goethe!«

Wo ist dieser verflixte Kater nur wieder? Ich hab ihm schon zigmal gesagt, er soll keine Mäuse auf den Fußabstreifer legen. Er soll überhaupt keine Mäuse mehr ins Haus bringen. Ist ja nett von ihm, dass er uns mit Futter versorgen will, aber inzwischen müsste er kapiert haben, dass Karin und ich die Biester nicht anrühren.

Na ja, wenigstens lebt die Maus nicht mehr. Ich muss zur Arbeit und hab keine Lust, den Jäger zu spielen und Schränke von der Wand wegzurücken.

Das arme Geschöpf sieht leicht angeknabbert aus, irgendwie eklig … Zum Glück hab ich noch nicht gefrühstückt.

Livestory2013

Als wir den Kater bei Freunden abholten, trug das kleine Fellknäuel noch keinen Namen. Wie Karin ausgerechnet auf Mephistopheles gekommen ist, weiß ich nicht. Außer dem schwarzen Fell und seltsamen Glupschaugen, die im Blitzlicht rot anstatt hellgrün schimmerten, hatte er so gar nichts Teuflisches an sich. Damals jedenfalls.

Mephistopheles war mir zu lang. Und Faust, wie Karins zweiter Vorschlag lautete, wollte ich ihn nicht nennen. Faust, der Mäuseschreck. Wie klingt denn das? Wir grübelten eine Weile, schließlich verhalfen uns seine versonnen wirkende Lieblingspose und sein fast poetischer Schnurrgesang zu einer Eingebung. Seitdem heißt er Goethe.

Hochintelligent war er schon immer, viel schlauer als unser rotgetigerter Bohlen, zudem verschlagener als die kratzbürstige Perserin Alexis. Wie sehr er andere manipulieren kann, merkten wir erst im Lauf der Zeit.

Bohlen und Alexis ließen im Napf stets die Futtersorten übrig, die Goethe zur Leibspeise auserkoren hatte. Und sie wärmten ihm den Schlafplatz vor, damit er es sich gleich bequem machen konnte, wenn er von der Mäusejagd zurückkehrte.

Karin und mich brachte er dazu, ihm das Fenster zu öffnen, durch das er gerade aus dem Garten hereinschlüpfen wollte, wenn er zu faul war, den Umweg über die Katzenklappe zu nehmen. Es fiel uns erst auf, als wir im Flur zusammenstießen, weil wir uns so beeilten. Nicht, dass wir es eilig gehabt hätten, o nein – Goethe hockte allerdings schon ungeduldig hinter der Scheibe und verspürte sichtlich wenig Lust, noch länger im Regen zu warten. Wir fragten uns, wie er es nur anstellte, dass wir genau im richtigen Augenblick an ihn dachten und zielsicher das jeweilige Zimmer ansteuerten.

Als er eines Tages einen Irish Setter regelrecht hypnotisierte, worauf der arme Hund sich winselnd hinter seinem Herrchen versteckte und den Schwanz einzog, wurde uns mulmig zumute.

Dabei schaut Goethe die meiste Zeit über drein wie die Unschuld vom Lande. Sein Gähnen wirkt beruhigend, und wenn er einem zuzwinkert, zwinkert man automatisch zurück.

Dass Katzen ihre zweibeinige Dienerschaft erziehen, war für uns ja nichts Neues. Aber die Art und Weise, wie Goethe schon beim ersten Besuch den Tierarzt dazu brachte, auf eine Spritze zu verzichten und ihm möglichst alle Mittelchen in Leckereien verpackt zu verabreichen, nötigte uns neben Respekt auch leichtes Unbehagen ab.

Das ganze Katzenspielzeug überlässt Goethe freiwillig Bohlen und Alexis. Er scheint sich köstlich zu amüsieren, wenn die beiden Hohlköpfe irgendwelchen Gimmicks hinterherjagen oder auf Stoffmäusen herumkauen.

Tja, ich kann mich des Eindrucks nicht erwehren, Goethe betrachtet uns als sein Spielzeug. Uns alle.

Livestory2013

Äh, wo war ich gerade? Ach ja richtig: Ich muss zur Arbeit und habe noch nicht gefrühstückt. Vor acht frühstücke ich nie, in der ersten Stunde nach dem Aufstehen krieg ich einfach nichts runter. Da hab ich null Appetit. Heute allerdings …

Wieso riecht es hier so verdammt gut? Karin ist schon seit anderthalb Stunden weg, und sie isst so früh in der Regel auch nichts. Was also in Dreiteufelsnamen …

Ich sinke auf die Knie und beschnuppere die Maus. Auf einmal wirkt der Kadaver gar nicht mehr so eklig. Ein anregender Duft steigt mir kribbelnd in die Nase. In meinem Schädel breitet sich ein wohliges Gefühl aus. Es scheint, als wäre er in glücksdurchtränkte Watte gebettet.

Plötzlich knurrt mein Magen lautstark, und mir läuft das Wasser im Mund zusammen. Was hat dieser Kater nur wieder …

»GOETHE!«

© 2015 Christian Weis

Zweimal ZWIELICHT

Demnächst erscheinen zwei Ausgaben von ZWIELICHT, dem Magazin für Horror und dunkle Phantastik – jeweils mit einer Story von mir: Eine Neuausgabe und eine vom Ableger ZWIELICHT CLASSIC, in dem lesenswerte (und oftmals nicht mehr erhältliche) Kurzgeschichten gesammelt und wiederveröffentlicht werden.

Zwielicht 9Für ZWIELICHT 9 habe ich Camera obscura beigesteuert. Die Story spielt in den Zwanzigerjahren des vergangenen Jahrhunderts, also zur Stummfilmzeit. Das Cabinet des Dr. Caligari, Dr. Mabuse, der Spieler und Nosferatu – Eine Symphonie des Grauens sind erfolgreich in den Kinos gelaufen. Der geniale Regisseur Harro Lützendorff möchte dem noch eins draufsetzen und greift zu außergewöhnlichen Methoden, um seine Visionen auf die Leinwand zu bringen. Schauspieler und Filmcrew bringt er damit an ihre Grenzen und weit darüber hinaus. ZWIELICHT 9 enthält unter anderem noch Geschichten von Erik Hauser, Ellen Norten, Torsten Scheib, Felix Woitkowski und Übersetzungen von Storys der anglo-amerikanischen Autoren Algernon Blackwood und Kristi DeMeester. Dazu gibt es einige Artikel rund ums Genre.

zwielicht-classic-11In ZWIELICHT CLASSIC 11 wird eine Story von mir abgedruckt, die vor ziemlich genau zehn Jahren erstmals in WELT DER GESCHICHTEN veröffentlicht wurde: Gedankenspiele ist eine bitterböse Horrorsatire, in der ein Misanthrop nach einem Hundebiss plötzlich die Gedanken seiner Mitmenschen lesen kann. Was ihm seine Frau und seine Schwiegermutter dabei offenbaren, lässt seine Welt vollends aus den Fugen geraten. Weitere Storys stammen unter anderem von Hubert Katzmarz, Markus K. Korb, Marianne Labisch, Ellen Norten, Susanne Schnitzler, Michael Tillmann, Vincent Voss und Uwe Voehl (der übrigens mein Lektor bei COTTON RELOADED ist).