Archiv der Kategorie: Wiederentdeckt

King Kong

Wenn ich mir überlege, welche Figur mich zum Phantastik-Fan gemacht hat, dann war das weder Dracula noch Frankenstein, es war nicht der Wolfsmensch oder Kapitän Nemo, nicht Luke Skywalker oder Han Solo, auch nicht Captain Apollo oder Lieutenant Starbuck; vielmehr war es ein riesiger Gorilla, der sich in eine blonde Frau verguckt hat: King Kong.

king-kong-1976Meine erste Begegnung mit Kong hatte ich im Kino auf einer beeindruckend großen Leinwand. Daran kann ich mich noch erinnern, als ob es erst wenige Jahre zurückläge. Und dabei sind es schon mehr als vier Jahrzehnte … Im Alter von neuneinhalb Jahren war ich mit meinem Vater in einer Wiederaufführung von 20.000 Meilen unter dem Meer mit Kirk Douglas und James Mason – an sich schon ein Ereignis für mich, doch der Teaser-Trailer im Vorprogramm toppte es sogar noch: Er kommt, hieß es da, und: Kong. Dazu die Szenen aus der 1976er-Verfilmung, in der Dwan von den Eingeborenen unter Fackellicht und peitschenden, adrenalinanregenden Trommelrhythmen durch das Tor in der gigantischen Holzmauer getragen und auf einem Podest an zwei Pfähle gebunden wird, wo sie auf den wartet, der da tonnenschwer durch den nächtlichen Dschungel stapft. Zuerst sieht man nur die sich bewegenden Baumwipfel, dann seine Augen, und schließlich bricht King Kong die Bäume wie Streichhölzer und betritt die Lichtung. Und dann der die ganze, gut fünfzehn Meter breite CinemaScope-Leinwand füllende Schriftzug: KING KONG. Ich war hin und weg. Aber so was von.

Dass die 1976er Verfilmung bei den Kritikern nicht ganz so gut wegkam, ist aus objektiven Gesichtspunkten nachzuvollziehen. Für mich allerdings war dieser Film der erste „große“, den ich mit gerade mal zehn Jahren, es war kurz vor Weihnachten, sehen durfte. Und seitdem nimmt er eine besondere Stellung bei mir ein. Es war für mich auch der erste Film, bei dem ich die gesamte Marketingkampagne vorher voll mitgemacht habe: Überall riesengroße Filmplakate, mehrseitige Berichte in BUNTE & Co. (die ich ausgeschnitten und in einem Ordner gesammelt habe), Vorbericht in Kino Kino (damals noch von Helmut Lange moderiert), King-Kong-Comic und vieles mehr. Der Film schließlich war für mich so aufregend, dass ich abends nach dem Kinobesuch nicht einschlafen konnte. Und von da an hat mich King Kong schlichtweg fasziniert. Das lag sicherlich auch an der Musik von John Barry, der später mit dem Soundtrack zu Der mit dem Wolf tanzt wohl sein Meisterstück abgeliefert und etliche James-Bond-Filme musikalisch begleitet hat. Die beeindruckendsten Szenen (Kongs erster Auftritt und Dwans Tränen, als Kong tot vor dem World Trade Center liegt) verdanken ihre Wirkung gerade der Musikuntermalung.

king-kong-und-die-weisse-frauIch hab natürlich auch King Kong und die weiße Frau gesehen, als er im TV ausgestrahlt wurde (ausnahmsweise durfte ich ihn zu nachtschlafender Zeit unter mütterlicher Beaufsichtigung anschauen). War natürlich mit den ganzen Dinosauriern, die da auftauchen, ebenfalls sehr aufregend, auch wenn’s auf dem kleinen Fernsehschirm in Schwarz-Weiß und mit dezentem Ton nicht ganz so imposant gewirkt hat wie auf der Kinoleinwand mit Bombastsound. 2005 kam dann die Verfilmung von Peter Jackson, die tricktechnisch dank CGI die anderen natürlich in den Schatten stellt, aber mit drei Stunden auch etwas lang geraten ist. In den letzten Tagen hab ich alle drei Filme wieder mal angesehen. Müsste ich meinen Favoriten benennen, könnte ich das nicht. Jeder der Filme hat für mich seinen ganz besonderen Reiz, wobei für den 1976er Kong eine Riesenportion Nostalgie mitschwingt.

king-kong-romanVor einigen Jahren hab ich mir den Roman zum Dreißigerjahre-Film gekauft, den Delos W. Lovelace nach dem Drehbuch von Edgar Wallace und Merian C. Cooper verfasst hat. Da gibt es ein schön gestaltetes Hardcover vom Verlag Walde + Graf bei Metrolit von 2012, das von Chrigel Farner mit vielen Illustrationen geschmückt wurde. Der Roman kam 1932 heraus, also noch vor dem Kinostart des Films im Jahr 1933. Inhaltlich gibt es geringfügige Abweichungen, da die erste Drehbuchfassung von Edgar Wallace wohl mehrfach überarbeitet wurde. Liest sich mit einer Nostalgiebrille aber auch heute noch sehr gut.

Tja, und demnächst kommt King Kong wieder ins Kino: Im März startet Kong – Skull Island. Man darf gespannt sein, der Trailer ist optisch schon mal recht ansprechend, auch wenn die Story mit der klassischen wohl nicht viel zu tun hat.

GEGEN UNENDLICH – Phantastische Geschichten

Das Magazin GEGEN UNENDLICH – PHANTASTISCHE GESCHICHTEN, herausgegeben von Michael J. Awe, Andreas Fieberg und Joachim Pack, hat es inzwischen auf 11 Ausgaben gebracht (eigentlich sogar auf 12, wenn man die Gratis-Sondernummer zum Einstieg mitrechnet). Bislang gab es GEGEN UNENDLICH ausschließlich als eBook, aber das wird sich nun ändern. Zum einen werden die alten Ausgaben nach und nach auch als Taschenbücher aufgelegt. gegen-unendlich-anthologieUnd zum anderen gibt es einen Sammelband mit einer Auswahl der bisher veröffentlichten Storys, der gerade bei p.machinery in der Reihe AndroSF, einer Kooperation zwischen dem Verlag und dem SFCD (Science Fiction Club Deutschland e.V.), als Taschenbuch erschienen ist.

Enthalten ist auch meine Story Das Blockhaus aus GEGEN UNENDLICH 3. Es handelt sich um eine Geschichte, die ich selbst am ehesten der Weird Fiction zuordnen würde: Ein Mann verirrt sich im Schneegestöber in einem abgelegenen Waldstück und erlebt sein blaues Wunder, als er versucht, aus dem seltsamen Wald herauszukommen.

Die weiteren Storys stammen von Michael J. Awe, Ambrose Bierce, Ute Dietrich, Uwe Durst, Andreas Fieberg, Norbert Golluch, Uwe Hermann, Barbara Hundgeburt, Jörg Isenberg, Silke Jahn-Awe, Hubert Katzmarz, Julius Long, Peter Nathschläger, Monika Niehaus, Joachim Pack, Marc-Ivo Schubert, Malte S. Sembten, Michael Siefener und Fernando Sorrentino.

Planetenwanderer

George R. R. Martin ist vor allem wegen seiner Fantasyromane bekannt. Das Lied von Eis und Feuer bzw. Game of Thrones kennt fast jeder, der sich für Phantastik interessiert, zumindest dem Namen nach. Er schreibt aber nicht nur Fantasy, sondern auch Horror (z.B. Armageddon Rock, Fiebertraum, In der Haut des Wolfes) und Science Fiction. Seine Superhelden-Co-Produktion Wild Cards mit anderen Autoren wird gerade auf Deutsch neu aufgelegt – ebenso wie kürzlich seine Haviland-Tuf-Storys, die 1986 zum Episodenroman Tuf Voyaging (zu Deutsch Planetenwanderer) zusammengefasst wurden.

planetenwandererDieser Haviland Tuf ist zwar von der Gestalt her ein Riese, besticht vor allem durch seine Cleverness, mit der er Konflikte zu seinen Gunsten beeinflusst. Rohe Gewalt oder gar Waffen hat er nicht nötig. Als interplanetarer Händler bereist er mit seinen diversen Raumschiffen das Weltall. Dabei begleiten ihn seine Katzen, die er unter anderem Sodom und Gomorrha genannt hat; eine Mannschaft braucht er in der Regel nicht. Immer wieder bringt er sich in brenzlige Situationen, aus denen er sich schlau herausmanövriert, manchmal erst in letzter Sekunde. Seine Gegner können mitunter gar nicht anders, als ihn zu bewundern und lieber von ihm zu profitieren, als sich permanent mit ihm anzulegen.

Die einzelnen Episoden haben eine Länge zwischen 50 und 130 Seiten, lassen sich also als Novellen oder Kurzromane klassifizieren. Teilweise beziehen sie sich aufeinander. Sie wurden zwischen 1975 und 1985 erstveröffentlicht, bevor sie für den Episodenroman chronologisch zusammengefasst wurden. Zwei oder drei davon kannte ich bereits, hab mich aber erst beim Lesen daran erinnert. Die Übersetzungen einiger Novellen erschienen vor über zehn Jahren im SF-Magazin ALIEN CONTACT, das leider im Jahr 2005 eingestellt wurde. Manche der dialoglastigen Geschichten wirken etwas in die Länge gezogen, was dem Lesevergnügen jedoch kaum Abbruch tut. Es macht Spaß mitzuerleben, wie Haviland Tuf seine Gegner über den Tisch zieht, auch wenn sie gelegentlich allzu leicht auf seine Kniffe hereinfallen und Tufs geklonte Katze Dax mitunter cleverer wirkt.

Auch wenn der „toughe“ Tuf ein Riese ist, irgendwie erinnert er mich an Tyrion Lannister – bzw. Tyrion erinnert mich an ihn. Vielleicht stand Haviland Tuf ja Pate für die interessanteste Figur aus Game of Thrones.

ZWIELICHT II Neuauflage

Dass die alten ZWIELICHT-Ausgaben neu aufgelegt werden, hatte ich ja schon im Sommer angekündigt. Nun folgt also die Nummer 2, wieder mit einer Story von mir, die den Titel Mia trägt. Die Erstauflage ist im Jahr 2010 erschienen und längst vergriffen. Auf Amazon gibt es eine lange Leseprobe in der eBook-Vorschau. Eine Printausgabe ist ebenfalls erhältlich.

zwielicht-2-neuauflage

Das neue Cover stammt von Detlef Klewer, einem Grafikkünstler, der mir bisher nicht bekannt war, der aber eine Geschichte aus dem Buch beeindruckend illustriert hat. Die Innenillustrationen hat Lothar Bauer angefertigt. Weitere Storys haben unter anderem Walter Diociaiuti, Antje Ippensen, Lothar Nietsch, Marcus Richter, Torsten Scheib, Jakob Schmidt und Herausgeber Michael Schmidt beigesteuert.

„Gedankenspiele“ in ZWIELICHT CLASSIC 11

Inzwischen ist ZWIELICHT CLASSIC 11 als Taschenbuch und Kindle-Edition erschienen. Die CLASSIC-Reihe ist ein Ableger des Magazins ZWIELICHT, in dem wiederentdeckenswerte ältere Erzählungen und Genreartikel aus der dunklen Phantastik veröffentlicht werden.

zwielicht-classic-11Von mir ist die Story Gedankenspiele enthalten, die vor ziemlich genau zehn Jahren erstmals in WELT DER GESCHICHTEN abgedruckt wurde. Dabei handelt es sich um eine bitterböse Horrorsatire, in der ein Misanthrop nach einem Hundebiss plötzlich die Gedanken seiner Mitmenschen lesen kann. Weitere Storys stammen unter anderem von Hubert Katzmarz, Markus K. Korb, Marianne Labisch, Susanne Schnitzler, Michael Tillmann, Uwe Voehl und Vincent Voss.

Katzenspielzeug

Halloween steht vor der Tür. Somit neigen sich die Halloween-Wochen des Bücherverschlingen-Blogs dem Ende entgegen. Zeit für die passende Deko und natürlich auch für passende Geschichten. Von mir gibt’s dazu eine kurze Story mit dem Titel Katzenspielzeug (endlich mal eine Katzengeschichte!), die letztes Jahr in der Fur Fiction Gesamtausgabe veröffentlicht wurde. Viel Spaß damit!

halloweenwochen-buecherverschlingen

Wer noch mehr lesen mag, eine „waschechte“ Halloween-Story von mir gab es 2013 hier im Blog: Made im Fleisch – mit Kürbissen, „Süßem und Saurem“ und einer kräftigen Prise Grusel und Spannung, wie ich hoffe. Als ob ich es damals schon geahnt hätte, kommen auch Horrorclowns darin vor, auch wenn sie nicht explizit Clownsmasken tragen … Ich hoffe, was in der Geschichte geschieht, bleibt fiktiv und findet keine Nachahmer, sonst holt euch der Wurm! Wünsche ein gesittetes Halloween allerseits!

Halloween2012

Katzenspielzeug

»Goethe!«

Wo ist dieser verflixte Kater nur wieder? Ich hab ihm schon zigmal gesagt, er soll keine Mäuse auf den Fußabstreifer legen. Er soll überhaupt keine Mäuse mehr ins Haus bringen. Ist ja nett von ihm, dass er uns mit Futter versorgen will, aber inzwischen müsste er kapiert haben, dass Karin und ich die Biester nicht anrühren.

Na ja, wenigstens lebt die Maus nicht mehr. Ich muss zur Arbeit und hab keine Lust, den Jäger zu spielen und Schränke von der Wand wegzurücken.

Das arme Geschöpf sieht leicht angeknabbert aus, irgendwie eklig … Zum Glück hab ich noch nicht gefrühstückt.

Livestory2013

Als wir den Kater bei Freunden abholten, trug das kleine Fellknäuel noch keinen Namen. Wie Karin ausgerechnet auf Mephistopheles gekommen ist, weiß ich nicht. Außer dem schwarzen Fell und seltsamen Glupschaugen, die im Blitzlicht rot anstatt hellgrün schimmerten, hatte er so gar nichts Teuflisches an sich. Damals jedenfalls.

Mephistopheles war mir zu lang. Und Faust, wie Karins zweiter Vorschlag lautete, wollte ich ihn nicht nennen. Faust, der Mäuseschreck. Wie klingt denn das? Wir grübelten eine Weile, schließlich verhalfen uns seine versonnen wirkende Lieblingspose und sein fast poetischer Schnurrgesang zu einer Eingebung. Seitdem heißt er Goethe.

Hochintelligent war er schon immer, viel schlauer als unser rotgetigerter Bohlen, zudem verschlagener als die kratzbürstige Perserin Alexis. Wie sehr er andere manipulieren kann, merkten wir erst im Lauf der Zeit.

Bohlen und Alexis ließen im Napf stets die Futtersorten übrig, die Goethe zur Leibspeise auserkoren hatte. Und sie wärmten ihm den Schlafplatz vor, damit er es sich gleich bequem machen konnte, wenn er von der Mäusejagd zurückkehrte.

Karin und mich brachte er dazu, ihm das Fenster zu öffnen, durch das er gerade aus dem Garten hereinschlüpfen wollte, wenn er zu faul war, den Umweg über die Katzenklappe zu nehmen. Es fiel uns erst auf, als wir im Flur zusammenstießen, weil wir uns so beeilten. Nicht, dass wir es eilig gehabt hätten, o nein – Goethe hockte allerdings schon ungeduldig hinter der Scheibe und verspürte sichtlich wenig Lust, noch länger im Regen zu warten. Wir fragten uns, wie er es nur anstellte, dass wir genau im richtigen Augenblick an ihn dachten und zielsicher das jeweilige Zimmer ansteuerten.

Als er eines Tages einen Irish Setter regelrecht hypnotisierte, worauf der arme Hund sich winselnd hinter seinem Herrchen versteckte und den Schwanz einzog, wurde uns mulmig zumute.

Dabei schaut Goethe die meiste Zeit über drein wie die Unschuld vom Lande. Sein Gähnen wirkt beruhigend, und wenn er einem zuzwinkert, zwinkert man automatisch zurück.

Dass Katzen ihre zweibeinige Dienerschaft erziehen, war für uns ja nichts Neues. Aber die Art und Weise, wie Goethe schon beim ersten Besuch den Tierarzt dazu brachte, auf eine Spritze zu verzichten und ihm möglichst alle Mittelchen in Leckereien verpackt zu verabreichen, nötigte uns neben Respekt auch leichtes Unbehagen ab.

Das ganze Katzenspielzeug überlässt Goethe freiwillig Bohlen und Alexis. Er scheint sich köstlich zu amüsieren, wenn die beiden Hohlköpfe irgendwelchen Gimmicks hinterherjagen oder auf Stoffmäusen herumkauen.

Tja, ich kann mich des Eindrucks nicht erwehren, Goethe betrachtet uns als sein Spielzeug. Uns alle.

Livestory2013

Äh, wo war ich gerade? Ach ja richtig: Ich muss zur Arbeit und habe noch nicht gefrühstückt. Vor acht frühstücke ich nie, in der ersten Stunde nach dem Aufstehen krieg ich einfach nichts runter. Da hab ich null Appetit. Heute allerdings …

Wieso riecht es hier so verdammt gut? Karin ist schon seit anderthalb Stunden weg, und sie isst so früh in der Regel auch nichts. Was also in Dreiteufelsnamen …

Ich sinke auf die Knie und beschnuppere die Maus. Auf einmal wirkt der Kadaver gar nicht mehr so eklig. Ein anregender Duft steigt mir kribbelnd in die Nase. In meinem Schädel breitet sich ein wohliges Gefühl aus. Es scheint, als wäre er in glücksdurchtränkte Watte gebettet.

Plötzlich knurrt mein Magen lautstark, und mir läuft das Wasser im Mund zusammen. Was hat dieser Kater nur wieder …

»GOETHE!«

© 2015 Christian Weis

Zweimal ZWIELICHT

Demnächst erscheinen zwei Ausgaben von ZWIELICHT, dem Magazin für Horror und dunkle Phantastik – jeweils mit einer Story von mir: Eine Neuausgabe und eine vom Ableger ZWIELICHT CLASSIC, in dem lesenswerte (und oftmals nicht mehr erhältliche) Kurzgeschichten gesammelt und wiederveröffentlicht werden.

Zwielicht 9Für ZWIELICHT 9 habe ich Camera obscura beigesteuert. Die Story spielt in den Zwanzigerjahren des vergangenen Jahrhunderts, also zur Stummfilmzeit. Das Cabinet des Dr. Caligari, Dr. Mabuse, der Spieler und Nosferatu – Eine Symphonie des Grauens sind erfolgreich in den Kinos gelaufen. Der geniale Regisseur Harro Lützendorff möchte dem noch eins draufsetzen und greift zu außergewöhnlichen Methoden, um seine Visionen auf die Leinwand zu bringen. Schauspieler und Filmcrew bringt er damit an ihre Grenzen und weit darüber hinaus. ZWIELICHT 9 enthält unter anderem noch Geschichten von Erik Hauser, Ellen Norten, Torsten Scheib, Felix Woitkowski und Übersetzungen von Storys der anglo-amerikanischen Autoren Algernon Blackwood und Kristi DeMeester. Dazu gibt es einige Artikel rund ums Genre.

zwielicht-classic-11In ZWIELICHT CLASSIC 11 wird eine Story von mir abgedruckt, die vor ziemlich genau zehn Jahren erstmals in WELT DER GESCHICHTEN veröffentlicht wurde: Gedankenspiele ist eine bitterböse Horrorsatire, in der ein Misanthrop nach einem Hundebiss plötzlich die Gedanken seiner Mitmenschen lesen kann. Was ihm seine Frau und seine Schwiegermutter dabei offenbaren, lässt seine Welt vollends aus den Fugen geraten. Weitere Storys stammen unter anderem von Hubert Katzmarz, Markus K. Korb, Marianne Labisch, Ellen Norten, Susanne Schnitzler, Michael Tillmann, Vincent Voss und Uwe Voehl (der übrigens mein Lektor bei COTTON RELOADED ist).

Die Haarteppichknüpfer

Als ich Teufelsgold, den aktuellen Roman von Andreas Eschbach, gelesen hatte, stand danach wieder einmal die Erkenntnis, dass mir seine ersten Romane in der Regel besser gefallen haben als die neueren. Für einen Autor ist das keine aufbauende Erkenntnis, weil man sich ja weiterentwickelt und hofft, dass die weiteren Werke noch besser ankommen als die bisherigen. Für viele Leser von Andreas Eschbach mag dies auch zutreffen, meine Lieblingsromane aus seiner Feder stammen allerdings aus seinen Anfangsjahren als Autor – nicht zuletzt, weil mir seine lupenreinen SF-Romane genretechnisch und thematisch mehr zusagen als viele seiner Bücher, die er in den letzten Jahren geschrieben hat. So etwa sein Erstling, der Science-Fiction-Roman Die Haarteppichknüpfer, für den er 1996 mit dem Deutschen Science Fiction Preis ausgezeichnet wurde.

die-haarteppichknuepferIm galaktischen Kaiserreich hat die Gilde der Haarteppichknüpfer nur eine Aufgabe: Ihre Mitglieder knüpfen aus den Haaren ihrer Frauen Teppiche für den kaiserlichen Palast. Eine echte Lebensaufgabe – denn es dauert ein ganzes Menschenleben lang, bis einer dieser kunstvollen Teppiche fertig ist. Kontakt zum Kaiserreich haben die Haarteppichknüpfer nur in Form von Steuereintreibern und Teppichhändlern, die jedoch alle ihren Planeten mit seiner rückständigen, kaum technisierten Kultur noch nie verlassen haben. Für sie ist der Kaiser ein gottgleiches Wesen, dem sie zu dienen haben. Eines Tages kommt das Gerücht auf, der Kaiser würde schon seit geraumer Zeit gar nicht mehr über sein Reich herrschen, und ein Fremder, der auf dem Planeten landet, bestätigt dieses Gerücht. Wenn also der Kaiser einer Rebellion zum Opfer gefallen ist und es in seinem Palast gar keine Haarteppiche gibt und vielleicht nie gegeben hat – was ist dann aus den Abertausenden Teppichen geworden, die die Gilde an den Kaiser geliefert hat?

Eschbach erzählt die Geschichte der Haarteppichknüpfer in knapp zwanzig Episoden, die jedoch keine in sich abgeschlossenen Kurzgeschichten darstellen, sondern aufeinander aufbauen. Sie vermitteln dem Leser nach und nach ein plastisches Bild, wie die Haarteppichknüpfer leben und arbeiten und was um sie herum geschieht. Das Ganze ist stilistisch erstklassig in Szene gesetzt. Setting und Sprache erinnern an eine Mischung aus Science Fiction, Fantasy und Märchen aus Tausendundeiner Nacht – für meine Begriffe passt die Sprache perfekt zum Hintergrund und zu den Geschehnissen, die sich über etliche Jahre hinziehen. Die Erzählperspektive wechselt öfters, ohne dass die Figuren aus den bisherigen Episoden ganz verschwinden.

Da die Taschenbuchversion, die ich besitze, leider kein schönes Cover hat (um es vorsichtig auszudrücken), hab ich mir endlich die Hardcover-Erstausgabe vom Schneekluth Verlag besorgt, deren Umschlagsbild ein echter Hingucker ist. Ich hab den Roman nun zum dritten Mal gelesen und mich davon überzeugt, dass meine Erinnerung nicht trügt, was ja gelegentlich vorkommen soll (manches Buch und manchen Film empfindet man Jahre später ja als nicht mehr ganz so toll wie früher). Nach wie vor gilt: Die Haarteppichknüpfer ist einer meiner Lieblingsromane (vielleicht auch der Lieblingsroman) von Andreas Eschbach und gehört zu meinen Lieblingsbüchern überhaupt.

Wiederentdeckt: Angel Heart

Nach Der weiße Hai jetzt Angel Heart – Buch und DVD lagen schon länger auf meinem Wieder-mal-lesen-(und-schauen)-Stapel. Die Verfilmung hab ich erstmals gesehen, als sie 1987 ins Kino kam. Der Roman von William Hjortsberg aus dem Jahr 1978 (Falling Angel) folgte erst 2006, als er vom Area Verlag in der Übersetzung von Angelika Felenda neu aufgelegt wurde. In den letzten Tagen hab ich das Buch nochmal gelesen.

Angel HeartDie Geschichte spielt im Jahr 1959 in New York. Privatdetektiv Harry Angel hält sich mit Scheidungs- und Versicherungsbetrugsfällen über Wasser. Als er durch Anwalt Winesap einen Suchauftrag des zwielichtigen Louis Cyphre zugeschustert bekommt, ahnt er noch nicht, auf was er sich da einlässt. Er soll herausfinden, ob der ehemalige Schnulzensänger Johnny Favorite noch lebt, der im 2. Weltkrieg sein Gedächtnis verloren hat und damals in ein Sanatorium eingeliefert wurde. Cyphre möchte alte Schulden eintreiben. Nahezu jeder, den Angel über Favorite befragt, stirbt kurz darauf einen gewaltsamen Tod: ein früherer Arzt Favorites, ein Musiker, eine Wahrsagerin … Angel stöbert Favorites hübsche Tochter auf, die ihn fasziniert: Sie ist eine Mambo und zelebriert Voodoo-Rituale. Bis Angel merkt, wie tief er in den Machenschaften von Voodoo-Priestern und Teufelsanbetern herumgestochert hat, ist es zu spät für ihn, um sich noch aus dem Fall zurückzuziehen, zumal er selbst unter Mordverdacht gerät.

Der US-amerikanische Schriftsteller und Drehbuchautor William Hjortsberg feierte mit Falling Angel seinen größten Erfolg. Das liegt sicher an der Verfilmung mit Mickey Rourke, Robert DeNiro und Charlotte Rampling, aber auch am Setting und der Atmosphäre, die den Leser in den Bann zieht: Ende der Fünfziger herrschten noch andere Moralvorstellungen als heute, doch Angel kriegt es mit Leuten zu tun, die sich darum nicht scheren. Hjortsberg dreht die Spirale der Gewalt immer weiter, und als Leser ahnt man etwas früher als Harry Angel, wie tief er in diesen Strudel hineingezogen wird. Beim Lesen kannte ich das Ende bereits aus dem Kino, dennoch empfand ich die Entwicklung der Geschichte und den gesamten Hintergrund auch beim Wiederlesen als spannend.

Angel Heart DVDVerfilmt wurde der Roman im Jahr 1987 von Alan Parker, der unter anderem auch bei 12 Uhr nachts – Midnight Express, Pink Floyd – The Wall, Birdy und Mississippi Burning Regie führte. Hjortsberg arbeitete am Drehbuch von Parker mit, bekam dafür im Filmvorspann allerdings keinen Credit. Die Handlung wurde ins Jahr 1955 verlegt, möglicherweise um Mickey Rourke nicht zu alt erscheinen zu lassen, da Harry Angel 1918 geboren wurde. Der Film fängt die Atmosphäre des Buches gut ein – inklusive der blutigen Morde. Allerdings sind viele Dialoge verkürzt dargestellt, wodurch manche Zusammenhänge nicht so ganz klar oder vereinfacht werden und vor allem der Voodoo- und Teufelsanbeter-Hintergrund nicht so zur Geltung kommt wie im Buch. Trotzdem ist Parker ein guter Horrorfilm gelungen, der gekonnt mit den Elementen des Hardboiled Detective und des Film noir spielt.

„Im Abgrund“ in ZWIELICHT 1

Zwielicht 1Die seit 2009 erscheinende Horror-Magazin-Reihe ZWIELICHT, herausgegeben von Michael Schmidt und Achim Hildebrand, bringt es mittlerweile auf acht Ausgaben. Ich war schon öfters mit Kurzgeschichten vertreten, mit Im Abgrund auch bereits in der allerersten, die längst vergriffen ist (wie die meisten anderen auch). Nach und nach werden die alten Ausgaben jetzt neu aufgelegt. ZWIELICHT 1 ist gerade erschienen und enthält unter anderem Storys von Tobias Bachmann, Bernard Craw (Robert Corvus), Achim Hildebrand, Peter Nathschläger, Marcus Richter, Torsten Scheib, Jakob Schmidt und Michael Schmidt. Abgerundet wird die Ausgabe durch Genreartikel, z.B. über Montague Rhodes James.

Leseprobe „Im Abgrund“

Die Prioritäten in Burkards Leben verschoben sich grundlegend, als die Welt plötzlich ihr Oben und Unten verlor. Auf einer Wichtigkeitsskala von eins bis zehn belegte der Termin beim alten Hubrich, der vorher eine Acht oder gar eine Neun erhalten hätte, jetzt eine glasklare Eins. Und der notorische Schleicher in dem rostigen Fiat war mit einem Mal vergessen, als hätte eine Windbö sein Spielzeuggefährt weggeweht.

Der Überschlag war rasend schnell erfolgt, dafür zog sich die Rutschpartie auf dem Wagendach den Abhang hinunter eine halbe Ewigkeit hin. Der Mercedes rasierte Büsche ab, fällte eine dürre Birke, als wäre sie aus Pappe und blieb schließlich in einer Bodenmulde liegen, gebettet auf dichtbewachsene Weidensträucher, die das Fahrzeug mit ihrem ausladenden Astwerk umschlangen.

Burkard stieß einen Schrei aus, der gar nicht mehr enden wollte. Er brüllte den Schock und den Schmerz in die Abenddämmerung hinaus und gewahrte erst jetzt die zerborstene Scheibe der Beifahrertür. Ein daumendicker Ast hatte sich durch das Loch ins Fahrzeuginnere geschoben und wedelte neugierig mit seinen Blättern.

Allmählich ebbte der Schrei ab. Burkard ging die Luft aus, und er fürchtete, ohnmächtig zu werden. Er japste und hustete, während er nach dem Schloss des Sicherheitsgurtes tastete. Mit zittrigen Fingern brauchte er lange, bis er endlich die Schnalle öffnen konnte. Als er sich dann aus der unbequemen Position hinter dem Lenkrad lösen wollte, kommentierte ein Stich in der Magengegend die Tatsache, dass er eingeklemmt war.

Der Mercedes lag auf der Fahrerseite. Die Türverkleidung und die Armaturen bildeten ein Knäuel aus Metall, Kunststoff und Leder, das Burkards Bein in eisernem Griff festhielt. Wie ein Raubtier, das Klauen und Reißzähne in seine Beute geschlagen hat. Beim zweiten Versuch, sich aus dieser Lage zu befreien, brüllte Burkard auf. Ein rasender Schmerz zog sich vom Fußgelenk bis zum Oberschenkel hoch. Irgendetwas war da nicht nur eingeklemmt, es fühlte sich auch gebrochen, vielleicht zerschmettert, an.

Burkard warf den Kopf zurück in den Sitz und schloss verzweifelt die Augen. Er sog die Luft stoßweise ein wie ein Blasebalg. Dabei protestierte seine Lunge, als laste ein Tonnengewicht auf seinem Brustkorb.

Flach atmen, sagte er sich, und nicht bewegen! Um Gottes willen nicht bewegen …

Im nächsten Moment bohrte sich die Gewissheit in seine Eingeweide, dass er in einer abgelegenen Gegend von der Fahrbahn abgekommen und sein Wagen von oben vermutlich nicht zu sehen war – jedenfalls nicht aus einem fahrenden Auto heraus. Mit Hilfe konnte er also kaum rechnen, zumal die alte Staatsstraße selten genutzt wurde.

Burkard war in einer Kurve ins Schleudern geraten, kurz nachdem er diesen Schleicher endlich überholt hatte. Der Fiatfahrer musste gesehen haben, wie der Mercedes von der Straße abgekommen war! Hoffentlich war er nicht einfach weitergefahren …

Das Handy fiel Burkard siedend heiß ein. Wo war das verflixte Handy? Jedenfalls nicht mehr in der Ablage der Mittelkonsole. Sehen konnte er fast nichts, dazu war die Dämmerung zu weit fortgeschritten. Er schaltete die Innenraumbeleuchtung ein und ließ den Blick schweifen. Ohne Erfolg. Verbissen mühte er sich ab, um sich in eine Position zu bringen, die es ihm erlaubte, mit der Rechten tastend auf die Suche zu gehen. Aber das Handy lag im Nirgendwo, unerreichbar wie ein Ferrari. Keine Chance, an das Scheißding ranzukommen.

Ein gepresster Fluch entfuhr Burkard, gefolgt von einem wilden, unkontrollierten Schrei, mit dem er seiner Angst Luft machte. Als er das Blut entdeckte, das von seinem linken Oberschenkel auf die Türverkleidung tropfte, schaltete er das Licht unvermittelt wieder aus. Er wollte es gar nicht sehen.

Die Dunkelheit legte sich über ihn wie ein schweres, kaltes Leichentuch. Ihm wurde speiübel. Bald zitterte er am ganzen Leib, als würde das Wageninnere allmählich mit Eiswasser vollaufen. So musste es sich anfühlen, wenn man ertrank.

Die Zeit schien stillzustehen.

Monotones Rauschen im Schädel. Dumpfes Pochen im eingeklemmten Bein. Saurer Mageninhalt sucht sich den Weg ins Freie. Die aufgeplatzten Lippen brennen wie Feuer. Schmerz lässt die Uhr weiterticken.

Ein Rascheln aus heiterem Himmel, kurz darauf ein Kratzen. Burkard hielt den Atem an und lauschte angestrengt. Einen Moment lang fürchtete er, die Geräusche wären Begleitmusik für ein weiteres Abrutschen des Wagens, aber der Mercedes bewegte sich nicht.

Burkards Herz machte einen Sprung. Als das Rascheln lauter wurde, starrte er hinauf zum zerborstenen Beifahrerfenster, in dem sich der Weidenast, der in den Innenraum eingedrungen war, hin und her bewegte. Bange Sekunden vergingen, bevor eine Hand erschien, die den Ast packte und aus dem Wagen zog. Dann schob sich eine dunkle Gestalt in Burkards Blickfeld.

»Hilfe …«, röchelte er. Eigentlich hatte er laut rufen wollen, aber seine Stimmbänder versagten den Dienst.

Die Gestalt tastete sich vorsichtig näher an den Wagen heran und schaute durch das Loch in der Scheibe, die ansonsten aufgrund des spinnennetzartigen Gewebes nahezu blind war.

»Sind Sie verletzt?«, erkundigte sich der Mann, der im Dämmerlicht einer Schattengestalt aus einem Scherenschnittfilm glich.

»Mein Bein …«, jammerte Burkard, »ich bin eingeklemmt!«

Der Fremde machte sich am Türgriff zu schaffen, und es gelang ihm nach einigem Rütteln tatsächlich, die zerbeulte Tür einen Spaltbreit zu öffnen. Die Innenraumbeleuchtung wurde aktiviert, und jetzt konnte Burkard den Mann besser erkennen: ein eher unscheinbarer Mittvierziger mit Stirnglatze und einer Brille mit dicken Gläsern.

Bevor Burkard weitersprechen konnte, fiel die Beifahrertür krachend ins Schloss, und die Lampe über dem Rückspiegel verlosch augenblicklich. Panik stieg in Burkard auf wie aggressive Magensäure.

»He!«, krächzte er heiser. »Lassen Sie mich um Gottes willen nicht allein! Bitte …«

Die Tür wurde wieder geöffnet. »Entschuldigung«, sagte der Mann mit der Brille, »sie ist mir aus der Hand geglitten.« Er hatte unterdessen einen Ast abgebrochen und klemmte ihn jetzt zwischen Rahmen und Schloss, bis die Tür so weit offen stehen blieb, dass er ins Wageninnere schauen konnte.

»Ist es schlimm?«, fragte er, nachdem er sich einen Überblick über die Situation verschafft und ganz gewiss auch das Blut gesehen hatte.

»Es tut verflucht weh«, ächzte Burkard und schnappte nach Luft. »Keine Ahnung, wie ernst die Verletzungen sind.«

»Ich komme an Ihre Seite von außen nicht heran, und ich fürchte, von hier aus kann ich Sie auch nicht rausziehen.«

»Haben Sie ein Handy?«

Mit einem Kopfschütteln erwiderte der Fremde: »So etwas besitze ich nicht.«

»Ich hab eins, aber ich kann es nicht finden. Es muss irgendwo zwischen die Sitze gerutscht sein.«

Der Fremde blickte sich um, nicht ohne immer wieder respektvoll auf die Tür zu schielen. »Ich sehe kein Telefon«, erklärte er schließlich.

»Können Sie Hilfe holen? Sind Sie mit dem Auto vorbeigekommen?«

Der Fremde zögerte einen Augenblick. Zu lange, wie es Burkard schien. Und dann bestätigte er Burkards Vermutung: »Ich war hinter Ihnen. Sie … Sie haben mich vorhin überholt.«

Burkard nickte und senkte für einen Moment die Lider. Als die Schmerzwelle wieder abebbte, die seinen Körper durchflossen hatte wie ein Stromschlag, sagte er: »Bitte holen Sie Hilfe! Bis zur nächsten Ortschaft sind es zehn Kilometer. Dort gibt es Telefone …«

Wieder zögerte der Fremde. »Ja, natürlich«, brummte er dann. Er sagte es auf die Art und Weise, der gewöhnlich ein Aber folgt. Ein nachdrückliches Aber, wie seine tief gefurchte Stirn signalisierte.

© 2009 Christian Weis

Ein freundlicher Helfer – oder etwa nicht? Wie es weitergeht, kann man in ZWIELICHT 1 nachlesen.