Der Ball ist rund …

… oder so ähnlich.

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Todesmärchen

Wenn es um gleichermaßen spannende wie verzwickte Psychothriller geht, ist der österreichische Autor Andreas Gruber längst eine feste Größe. Im Goldmann Verlag ist nach Todesfrist und Todesurteil kürzlich sein dritter Roman um den miesepetrigen BKA-Profiler Maarten S. Sneijder und die junge Kriminalkommissarin Sabine Nemez unter dem Titel Todesmärchen erschienen.

Todesmaerchen von Andreas GruberSabine Nemez hat ihre Ausbildung im Wiesbadener Bundeskriminalamt endlich abgeschlossen und freut sich auf den langersehnten Urlaub. Doch den muss sie sich erst mal abschminken, denn für einen neuen Fall wird sie ihrem ehemaligen Ausbilder Sneijder als Ermittlungspartnerin zugeteilt. Wieder sind sie einem Serienmörder auf der Spur, der ihnen jedoch immer einen Schritt voraus ist. Sein perfider Plan geht selbst dann noch auf, als Nemez erfährt, dass Sneijder sehr persönlich von dem Fall betroffen ist. Da der Mörder seine Opfer auf ganz spezielle Art und Weise „kennzeichnet“, wird bald klar, dass er noch lange nicht genug hat.

Gruber erzählt den Roman nicht chronologisch, sondern zeitversetzt und mit Rückblenden. Dadurch erhält er die Spannung lange Zeit, und das Puzzle setzt sich nicht nur für Sabine Nemez (aus deren Sicht das meiste erzählt wird), sondern auch für den Leser nach und nach zusammen. Als dann – verhältnismäßig weit vor dem Ende – klar wird, wer der Mörder ist und warum er mordet, speist sich die Spannung überwiegend aus der Suche nach ihm, denn Sneijder und Nemez wollen weitere Morde verhindern.

Dass die drei Romane eine Art Trilogie bilden, ist schon aus den Titeln ersichtlich: TodesfristTodesurteilTodesmärchen. Sie bauen zwar aufeinander auf, lassen sich allerdings ohne Vorkenntnis lesen, da wichtige Details jeweils noch einmal kurz ins Gedächtnis gerufen werden. Das Mordschema orientiert sich diesmal an Märchen und erinnert somit an Todesfrist, wo der Stuwwelpeter für den Mörder als Anleitung zum Töten diente. Wieder ist die Mörderhatz nicht lokal beschränkt, sondern geht quer durch halb Europa. Und auch diesmal sind die Ermittler wieder persönlich tief in den Fall verstrickt – ganz besonders tief sogar, was dem Leser ein fulminantes Finale beschert.

Im Nachwort kündigt Andreas Gruber an, dass weitere Sneijder/Nemez-Romane erscheinen werden. Hierfür würde ich mir ein stärkeres Abweichen von diesen Schemata wünschen, nach denen die ersten drei angelegt sind. Wobei das in diesem Genre und bei den Hauptfiguren sicher nicht ganz leicht sein wird, zumal die Messlatte nach den drei Romanen ziemlich hoch liegt.

Die Umtriebe des Daniel Kesserich

Ich hab dem Büchernarren in mir mal wieder eine Sonderausgabe gegönnt: Die Umtriebe des Daniel Kesserich von Fritz Leiber. Diese Novelle des preisgekrönten US-amerikanischen Phantastik-Autors aus den Dreißigerjahren, die lange verschollen war und 1997 in den USA posthum veröffentlicht wurde, erschien 2005 in der Edition Phantasia als illustriertes Hardcover im Samtschuber und hat einen Ehrenplatz in meiner Büchersammlung bekommen.

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Ich-Erzähler George Kramer – von Beruf Schriftsteller – schildert seltsame Ereignisse aus dem kleinen kalifornischen Wüstenort Smithville, wo sein ehemaliger Studienkollege Daniel Kesserich außergewöhnliche Forschungen betrieben hat. Forschungen, die den Ort ins Chaos gestürzt und seine Bewohner verunsichert haben. Nach und nach enthüllt Kramer, wie Kesserich versucht hat, die verstorbene Ehefrau eines Freundes ins Leben zurückzuholen. Jedoch nicht, indem er die Tote wiedererweckt, sondern indem er die Zeit überlistet. Doch seine Experimente hatten schreckliche Folgen.

Die Geschichte ist in einem Stil verfasst, den man aus Phantastik-Storys der Zwanziger- und Dreißigerjahre kennt: Ein Autor schildert, was er angeblich tatsächlich erlebt hat und mischt „Augenzeugenberichte“ in den Erzähltext. So scheint erst nach und nach durch, was geschehen ist, auch wenn man als Leser von vornherein eine gewisse Ahnung hat. Was er schildert, erinnert an die Geschichten von Leibers damaligen Zeitgenossen H. P. Lovecraft und Algernon Blackwood, und es ist durchaus vorstellbar, dass die Novelle für eins der damals einschlägigen Pulp-Magazine wie Amazing Stories oder Weird Tales gedacht war. Leider fehlen im Buch Infos zur Entstehungsgeschichte und dazu, warum das Manuskript verschollen war, aber das ist auch das Einzige, was mir an der Ausgabe missfällt. Die Sprache ist nicht ganz so überladen, wie man es etwa von Lovecraft kennt. Joachim Körbers Übersetzung liest sich modern, aber trotzdem stilecht. Das Buch enthält drei sehr schöne Farbillustrationen von Lars Nestler, dessen Coverillu sich auch zwischen den Kapiteln als Vignette wiederfindet. Ein rundum gelungenes Sammlerstück.

Liebster Award

Liebster AwardBloggern dürfte der Liebster Award weitgehend bekannt sein, daher für die Nicht-Blogger unter meinen Blog-Lesern ganz kurz zum Prozedere: Durch diese Ketteninterviews sollen Blogger miteinander in Kontakt kommen. Es geht darum, 11 Fragen zu beantworten und bis zu 11 weitere Blogger zu nominieren, die dann ihrerseits wieder Fragen (die gleichen oder neue) beantworten sollen bzw. dürfen. Also unterm Strich ein Schneeballsystem, das Blogger untereinander vernetzt. So weit, so gut. Da dieser Award gelegentlich seeehr weite Kreise zieht und nach den Gesetzen der Mathematik jeden Blogger immer wieder treffen würde, habe ich mit dem Blogger, der mich bzw. mein Blog nominiert hat, vereinbart, dass ich keine konkreten Nominierungen vornehme. Wer sich aber berufen fühlt oder Lust verspürt, die 11 Fragen, die mir gestellt wurden, zu beantworten, darf das gerne tun – dann wäre eine kurze Antwort unter diesem Blogeintrag mit Link zu den eigenen Antworten des jeweiligen Bloggers nett.

Nominiert wurde ich von Uwe Lammers – herzlichen Dank dafür! Und jetzt also meine Antworten:

1. Was hat dich zum Autor bzw. zur Autorin geformt?

Das war wohl der Hang zum Geschichtenerzählen – in welcher Form auch immer. Meine früheste Erinnerung an eine zu Papier gebrachte Geschichte geht auf den Katastrophenfilm Flammendes Inferno zurück. Damals dürfte ich ungefähr acht Jahre alt gewesen sein und habe in einer Bildergeschichte mit etwas Text das nacherzählt, was ich mir aus einem Filmtrailer, den ich gesehen hatte, zusammengereimt habe. Hätte es damals schon die Technik von heute gegeben (Lego-Filmstudio, Schnitt-Programme auf dem PC usw.), hätte ich vielleicht eher Kurzfilme gedreht als Storys geschrieben, keine Ahnung. So aber bin ich dazu übergegangen, in meine Geschichten immer weniger Bilder und immer mehr Text reinzupacken. Bald folgten richtige Kurzgeschichten, beeinflusst durch Vorbilder wie Ray Bradbury, Roald Dahl, Edgar Allan Poe oder Stephen King (vor allem King, dessen Storysammlung Nachtschicht für mich so etwas wie eine Initialzündung dargestellt hat).

2. Was ist dein Beruf im „echten Leben“?

Da stellt sich die Frage: Was ist das „echte Leben“? Welches von den vielen Leben, die man führt, fühlt sich „echt“ an, welches „falsch“? Und gehört das alles wirklich zusammen oder ist manches möglicherweise nur erträumt? Vielleicht schreibe und lese ich gerade deswegen hauptsächlich Phantastik in all ihren Spielarten, weil sich solche Fragen schon während der Schulzeit in mein Unterbewusstsein eingeschlichen haben? Gerade eben, da ich über den Antworten zum Liebster Award sitze, bin ich geneigt, das Bloggen als Beruf zu sehen, weil es wohl eher eine „Berufung“ ist als manches andere. Unterm Strich ist es wohl so, dass ich mehrere Berufe habe, auch wenn nicht alle der Defintion des Berufsbegriffs standhalten, bei der es wohl eher um Erlerntes, Qualifikationen und die Kohle geht, weniger um die Berufung, wenn ich es richtig im Kopf habe.

3. Was zeichnet gute Freunde aus?

Warum fällt mir dazu jetzt ausgerechnet „Gute Freunde kann niemand trennen“ von Sangeskünstler Franz Beckenbauer ein? Hmm …

Ansonsten einfach ein paar Schlagwörter, die mir spontan durch den Kopf gehen: Zuneigung, Verlässlichkeit, Hilfsbereitschaft, Herzlichkeit, Beharrlichkeit, Geisteshaltung, Rückgrat – wenn das alles Freunde verbindet, dann ist es wohl eine gute Freundschaft, die weit übers oberflächliche Miteinanderbekanntsein hinausgeht.

4. Womit kann man dich zum Feind machen?

Auch hierzu ein paar Schlagwörter, die mir spontan einfallen: Egoismus, Intoleranz, Borniertheit, Ellenbogenmentalität, Gewaltbereitschaft, Heimtücke, Unmenschlichkeit – wenn mir solche Eigenschaften bei Menschen geballt begegnen, hilft das nicht unbedingt beim Freundschaftschließen.

5. Du hast den leeren Raum im Sinne von Weltraum vor dir, den du nach eigenen Wünschen gestalten kannst, und ein Jahr Zeit. Was möchtest du darin erleben?

Als Autor schreibe ich zwar über die wahnwitzigsten Dinge, im „wahren Leben“ (jetzt rutsche ich schon wieder in diese Lebens-Unterscheidungsschiene „echt/falsch“ …) bin ich weit weniger abenteuerlustig, muss ich gestehen. Und „Weltraum gestalten“ hört sich irgendwie nach epischer Schöpfungsgeschichte an, bei der ich höllisch aufpassen müsste, was dabei entstehen würde … Ich sehe neben Chancen nämlich immer auch Gefahren, was vielleicht damit zusammenhängt, dass sich aus Gefahrensituationen im Allgemeinen spannendere Geschichten erfinden lassen als aus Chancensituationen. Wenn ich etwas schaffen könnte, würde mir an sich eher etwas vorschweben, was mit Friede-Freude-Eierkuchen (oder letztlich völlig gefahrlosen Abenteuern) zu tun hat, trotzdem würde wahrscheinlich etwas dabei herauskommen, das in Anarchie, Chaos und Katastrophe (was ja niemand ernsthaft erleben möchte) ausartet. Also … soll ich wirklich …?

6. Wenn du für einen Tag König der Welt sein könntest, was würdest du ändern?

Das schließt sich direkt an die vorherige Frage an. Ich fürchte, ein Tag würde nicht ausreichen, denn was bringt all das, was man vielleicht an diesem Tag bewirkt, wenn es am nächsten Tag wieder einkassiert wird? Und wenn man diese Macht auf einen längeren Zeitraum ausdehnen würde, wie sollte ein Einzelner dieser Verantwortung gerecht werden? Zumal die Monarchie ganz bestimmt nicht die Herrschaftsform ist, die mir vorschwebt. Also auch hier: Es klingt nach einer verlockenden Chance, aber die Gefahren erscheinen schon wieder übermächtig …

7. Dein Lieblingsessen an einem heißen Sommertag? Dein Lieblingsessen an einem kalten Wintertag?

Da ich kein echtes Lieblingsessen habe (es gibt doch sooo viel Leckeres, wie kann man da eine Speise bevorzugen und all die anderen nach hinten schieben?), fällt mir die Antwort schwer. Im Sommer sollte es etwas Erfrischendes sein, im Winter dürfte es durchaus etwas deftiger und herzhafter sein.

8. Was sind deine Urlaubs-Vorlieben?

Erholung. Erholung. Erholung.

9. Wie sieht ein perfekter Tag für dich aus?

Da ich gelegentlich zu so etwas wie einem fast schon „masochistischen“ Perfektionismus neige, weiß ich, dass es absolute Perfektion nicht wirklich gibt. Es ginge immer noch angenehmer, besser, erfolgreicher, gelungener, gemütlicher – eben perfekter. Das gilt für alle Lebensbereiche. Wenn ich z.B. einen älteren Text von mir wieder lese, finde ich eigentlich immer eine Formulierung oder einen inhaltlichen Punkt, den ich jetzt – mit zeitlichem Abstand – anders gestalten würde. Beim Überarbeiten stellt sich höchstens zwischendurch eine gewisse Zufriedenheit ein, aber es kommt immer wieder der Augenblick, wo ich etwas noch besser formulieren oder inhaltlich ändern möchte. Somit beeinflusst der Abgabetermin oftmals den Punkt, an dem ich das Wort „Ende“ unter eine Geschichte schreibe – wohlwissend, dass dies noch nicht die endgültige Fassung ist, denn es folgt ja noch das Lektorat.

Unterm Strich denke ich, man muss die Tage so nehmen, wie sie kommen und versuchen, das Beste daraus zu machen; sie außerdem so weit gestaltend beeinflussen, wie es möglich ist. Und man sollte sich nicht runterziehen lassen, wenn etwas nicht so läuft wie gewünscht.

10. Welche Bücher willst du unbedingt noch lesen?

Oje, wo soll ich da anfangen und wo aufhören? Meine diversen SUBs sind immer gut gefüllt. Darin wandern gelegentlich Bücher nach unten, die ich „unbedingt“ lesen wollte, weil andere (neue und ältere) hinzukommen. Es gibt so viele zu entdecken, so viele, die lesenswert sind, dass ich mir eigentlich keine Gedanken darüber mache, was alles auf so eine Noch-zu-lesen-Liste müsste. Es ist oftmals schon schwer genug, zu entscheiden, welches Buch das nächste sein soll, nachdem ich eins beendet habe … Also immer hübsch eins nach dem anderen, mehr geht nicht. Wer wissen möchte, was ich so lese, braucht nur in meinem Blog ein bisschen runterzuscrollen.

11. Phantastische Bücher, die dringend noch geschrieben werden müssen?

Ich bin versucht zu schreiben, dass im Grunde jede Geschichte schon erzählt wurde und alle Weiteren nur Variationen dieser Geschichten sind, tu es aber natürlich nicht – schließlich bin ich selbst Autor. Und als Autor merke ich immer wieder, dass die Möglichkeiten quasi unbegrenzt sind (das ist ja das schöne am Schreiben – alles ist möglich), dass aber die wirklich originellen und bahnbrechend neuen Ideen sehr dünn gesät sind. Daher werde ich jetzt nix aus meinem Ideenfundus ausplaudern. Lasst euch einfach überraschen!

Dark Wood

Beim neuen Roman von Thomas Finn hab ich aus mehreren Gründen zugeschlagen: Zum einen ist mir sein erstklassiger Horrorroman Weißer Schrecken noch sehr gut in Erinnerung, zum anderen fand ich die Tatsache bemerkenswert, dass der Knaur Verlag tatsächlich „Horrorthriller“ auf das Cover geschrieben hat, wo doch die Genrebezeichnungen Horror und Science Fiction – zumindest bei den größeren Verlagen – mehr und mehr verschwinden und alles schlicht als „Thriller“ bezeichnet wird, was wohl der Verkaufsförderung dienen soll. Dark Wood zeigt also sofort, auch durch den Titel und die Covergestaltung, worum es in dem Buch geht: um Backwood Horror, ein Sub-Genre, dem auch viele Filme zuzurechnen sind, wie etwa Beim Sterben ist jeder der Erste, Die letzten Amerikaner, Texas Chainsaw Massacre oder Wrong Turn.

dark-woodIn einer TV-Gameshow erhalten die Mitarbeiter von Firmen, die kurz vor dem Konkurs stehen, die Möglichkeit, die Firmenkasse aufzubessern und somit ihren Arbeitsplatz zu erhalten. Zwei Frauen und vier Männer einer Werbeagentur nutzen diese Chance, zumal dem Einzelsieger, der aus den zu bestehenden Prüfungen hervorgeht, zusätzlich ein Batzen Geld winkt. Schon bei der ersten Sendung wird klar, dass sich die sechs untereinander nicht grün sind, und das setzt sich fort, als sie in der norwegischen Wildnis ausgesetzt werden, um dort auf einem von der Produktionsfirma errichteten Parcours ihre Aufgaben zu absolvieren. Es dauert nicht lange, bis das Ganze aus dem Ruder läuft, wobei die größere Gefahr nicht durch die Streitereien droht, sondern durch eine Gefahr von außen, der zunächst die Mitglieder der Produktionscrew zum Opfer fallen, bevor auch die sechs Show-Teilnehmer in tödliche Gefahr geraten.

Die Gameshow erinnert an TV-Formate wie Dschungelcamp oder Big Brother. Finn lässt sich viel Zeit, um seine sechs Hauptfiguren, ihren fiesen Showleiter und den Ablauf der Show vorzustellen. Das nimmt etwa das erste Drittel des Romans in Anspruch, was für meinen Geschmack zu lang ist, da ich diesen Shows wenig bis nichts abgewinnen kann. Auch für die Herausarbeitung der Charaktere, die natürlich viel Konfliktpotenzial in sich bergen, hätte es keine 150 Seiten gebraucht. Im zweiten Drittel kommt dann endlich das zum Tragen, was ich als Leser etwas früher erwartet hätte: Die Spielshow wird für ihre Teilnehmer ernst, und sie müssen ihre Haut gegen allerlei Gefahren so teuer wie möglich verkaufen. Die zweite Hälfte des Buchs bietet schließlich all das an Spannung und Nervenkitzel, was man von Backwood Horror erwartet. Insofern ist Dark Wood für Horror- und Thrillerfans durchaus lesenswert, auch wenn der Roman nicht an Weißer Schrecken herankommt.

Spenden für die Phantastische Bibliothek Wetzlar

In dem kleinen hessischen Städtchen Wetzlar gibt es die große Phantastische Bibliothek, die alles das sammelt, was Phantastikfans schätzen: Fantasy, Science Fiction, Horror … bis hin zu den klassischen Märchen und Sagen und zu jeder anderen Form von phantastischer Literatur. Sie ist die einzige öffentlich zugängliche Bibliothek dieses Sammelgebiets in Deutschland und mit 280.000 Titeln weltweit die größte. Sie ist offen für jedermann, ist Lobby für die phantastische Literatur, arbeitet kulturell, wissenschaftlich und pädagogisch, ist aber genauso für die Fans da, die einfach „nur“ lesen wollen. Seit zehn Jahren ist die Phantastische Bibliothek Wetzlar eine eigenständige gemeinnützige Stiftung, die auf Spenden angewiesen ist, zumal Kulturinstitutionen in der heutigen Zeit ständig Kürzungen von Finanzmitteln verkraften müssen. Deshalb könnte ihrer weiteren Arbeit eine Finanzspritze guttun.

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Die Spendenaktion zugunsten der Phantastischen Bibliothek Wetzlar wird zwar von der Bibliothek technisch unterstützt, sie ist jedoch eine Aktion, die von 47 Phantastik-Autoren ins Leben gerufen wurde und von einer ganzen Reihe weiterer Autoren, Übersetzer, Grafiker, Verlage etc., die sich der Phantastik und der Bibliothek verbunden fühlen, unterstützt wird. Näheres zur Aktion lässt sich hier nachlesen.

Direkt in Berührung gekommen bin ich mit der Phantastischen Bibliothek Wetzlar durch eine meiner Kurzgeschichten, die innerhalb der von der Bibliothek herausgegebenen Reihe Phantastische Miniaturen veröffentlicht wurde und eine weitere, die auf besondere Weise mit der Bibliothek verknüpft ist (mehr dazu, wenn es spruchreif ist). Ich war selbst – leider – noch nicht in Wetzlar, habe mir aber sagen lassen, dass es sich lohnt, dort vorbeizuschauen (dieses Video beweist es eindrucksvoll!). Und es lohnt sich ganz sicher, dieses Kleinod der phantastischen Literatur zu unterstützen und zu erhalten.

BIOM ALPHA in der Rundschau

Während die Arbeiten am zweiten Sammelband (Episoden 4 bis 6) der SF-Serie BIOM ALPHA so langsam auf die Zielgerade einmünden, hier mal ein Feedback aus dem digitalen Blätterwald. Normalerweise vermelde ich nicht jede Rezension, aber die Rundschau beim Standard hat sich ja in den letzten Jahren als Institution in Sachen Science Fiction & Fantasy etabliert, und dort erschien gerade eine sehr erfreuliche Besprechung zum ersten Sammelband:

BIOM ALPHA in der Rundschau

Biom Alpha Sammelband 1